Zugbegleiterin aus Saerbeck kämpft gegen Gewalt an Bahnmitarbeitern

Ferdinand Weimer
Ferdinand Weimer
2 Min.
Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Zugkollision mit Menschen in Helmen drumherum, Strommasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.Ferdinand Weimer

Zugbegleiterin aus Saerbeck kämpft gegen Gewalt an Bahnmitarbeitern

Eine Zugbegleiterin aus Saerbeck fordert besseren Schutz für Bahnmitarbeiter – nach wiederholten Übergriffen im Job

Mandy Brune, die seit Jahren als Zugbegleiterin in Saerbeck arbeitet, hat sich nach immer wiederkehrenden Belästigungen und Gewaltvorfällen an ihrem Arbeitsplatz öffentlich zu Wort gemeldet. Sie berichtet von verbalen Drohungen, körperlichen Angriffen und der erschreckenden Gleichgültigkeit vieler Fahrgäste, die in solchen Situationen oft tatenlos zusehen – oder sogar nur filmen, statt einzugreifen. Ihre Geschichte ist nun Teil einer größeren Kampagne, die auf die Gefahren aufmerksam machen soll, denen Beschäftigte im öffentlichen Dienst ausgesetzt sind.

Brune beschreibt, wie sich ihr Beruf in den letzten Jahren zunehmend zu einem Risiko entwickelt hat. Sie wurde beschimpft, bedroht und in gefährlichen Momenten allein gelassen. Besonders belastend empfindet sie, wie häufig Passagiere wegschauen oder sogar mit dem Handy aufnehmen, anstatt zu helfen.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) unterstützt Brunes Forderungen nach Veränderung. Die Gewerkschaft setzt sich für Zweier-Teams auf den Zügen, Körperkameras für Mitarbeiter:innen und eine spezielle Staatsanwaltschaft ein, die sich ausschließlich mit Übergriffen auf Zugpersonal befasst. Diese Maßnahmen sind Teil der Kampagne "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" der EVG, die auf die Herausforderungen von Beschäftigten in öffentlichen und privaten Berufen aufmerksam machen will.

Aktuelle Zahlen unterstreichen das Ausmaß des Problems: Allein die Deutsche Bahn verzeichnete für das Jahr 2025 insgesamt 3.262 körperliche Angriffe – sowohl versuchte als auch vollendete. Zwar liegen für 2023 noch keine genauen Daten vor, doch der Trend deutet auf eine weitere Zunahme hin.

Trotz aller Vorfälle liebt Brune ihren Job – doch sie besteht darauf, dass mehr für den Schutz der Beschäftigten getan werden muss. Die Kampagne will nicht nur Fahrgäste sensibilisieren, sondern auch Mut machen, im Fall von Gewalt oder Bedrohungen nicht wegzusehen, sondern einzugreifen.

Während die Übergriffe auf Bahnmitarbeiter:innen weiter steigen, drängt die Gewerkschaft auf konkrete Sicherheitsmaßnahmen. Sollten Zweier-Teams und Körperkameras eingeführt werden, könnten sie Mitarbeiter:innen wie Brune besser schützen. Gleichzeitig zielt die Kampagne darauf ab, das Verhalten der Öffentlichkeit zu ändern – und Passagiere dazu zu bewegen, bei Übergriffen nicht länger wegzuschauen, sondern Verantwortung zu übernehmen.

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