Markus W. wartet noch immer auf Ofarims Entschädigung – während Spenden fließen

Ferdinand Weimer
Ferdinand Weimer
2 Min.
Ein deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa und Textinformationen zur Partei.Ferdinand Weimer

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Markus W. wartet noch immer auf Ofarims Entschädigung – während Spenden fließen

Markus W., der Leipziger Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich vom Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt wurde, wartet noch immer auf die vereinbarte Entschädigung. Trotz eines gerichtlichen Vergleichs, der Ofarim zur Zahlung von 20.000 Euro verpflichtete, ist das Geld bis heute nicht eingegangen. Nun unterstützt eine Social-Media-Kampagne W. nach seinem langen Rechtsstreit mit Spendenaktionen.

Der Fall begann 2021, als Ofarim ein virales Video veröffentlichte, in dem er Markus W. vorwarf, ihm im Leipziger Westin Hotel wegen seines Davidstern-Kettchens den Service zu verweigern. Spätere Ermittlungen widerlegten die Vorwürfe. Zeugenaussagen und Videoanalysen entlasteten W. vollständig, woraufhin Ofarim sich gerichtlich entschuldigen musste, das Video löschte und sich 2023 in einem Vergleich zu einer Strafe von 10.000 Euro sowie einer Zahlung von 20.000 Euro an W. verpflichtete.

Ofarims Anwalt erklärte inzwischen, die Auszahlung erfolge, sobald der Sänger über ausreichend flüssige Mittel verfüge. Gleichzeitig verdiente Ofarim 2024 rund 400.000 Euro durch seine Teilnahme an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, was Fragen nach der Verzögerung aufwirft.

Die öffentliche Sympathie für W. wuchs, besonders nach Medienberichten über seine persönlichen Kämpfe und Ofarims selbstmitleidige Äußerungen nach dem Dschungelcamp. Eine von einer Social-Media-Persönlichkeit initiierte Crowdfunding-Aktion soll W. nun unterstützen, bis die ausstehende Summe fließt. Die Organisatorin versprach volle Transparenz bei der Dokumentation der Geldübergabe.

W. plant, einen Teil der Spenden für gemeinsame Zeit mit seiner Familie zu nutzen. Der Rest soll an HateAid, eine Organisation gegen Hass im Netz, sowie an den Leipziger Verein Minilöwen gehen, der sich für frühgeborene und kranke Neugeborene einsetzt.

Während W. weiter auf die ausstehenden 20.000 Euro von Ofarim wartet, kommen die Spenden sowohl seiner Familie als auch gemeinnützigen Zwecken zugute. Rechtliche und finanzielle Details bleiben zwar ungeklärt, doch die Kampagne zeigt die anhaltende öffentliche Solidarität mit dem Leipziger Hotelangestellten.

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