Sechs NRW-Städte starten digitale Plattform für kommunalen Datenaustausch

Ante Textor
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Eine belebte Stadtstraße mit Autos, Fußgängern, Gebäuden, Verkehrsampeln, Schildern, Bäumen und einem bewölkten Himmel.Ante Textor

Sechs NRW-Städte starten digitale Plattform für kommunalen Datenaustausch

Sechs Städte und ein Kreis in Nordrhein-Westfalen haben sich zusammengeschlossen, um eine neue digitale Plattform namens Urban Stack einzuführen. Entwickelt von der Stadt Gütersloh ermöglicht das System Kommunen, Daten auszutauschen und gemeinsam digitale Dienstleistungen aufzubauen. Zu den ersten Teilnehmern zählen Verl, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Detmold sowie der Kreis Gütersloh neben der Stadt Gütersloh selbst.

Der Urban Stack wurde geschaffen, um lokalen Behörden mehr Kontrolle über ihre digitalen Werkzeuge zu geben. Statt auf externe Technologieunternehmen angewiesen zu sein, können Städte über die Plattform Informationen teilen und Anwendungen im Team entwickeln. Der initiale Fokus liegt auf Sensordaten, etwa zu Fußgängerströmen, Hochwassermonitoring und mikroklimatischen Bedingungen.

Jede Kommune behält dabei die volle Hoheit über ihre Daten und entscheidet selbst, wer Zugriff erhält. Die Pilotphase, gefördert durch die Smart-City-Initiative, läuft bis Ende 2026. Danach soll das Projekt in eine feste Rechtsstruktur überführt werden, um den langfristigen Betrieb zu sichern.

Um beizutreten, zahlen Kommunen eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro (netto) für die technische Einrichtung und die Anbindung von Wetterstationen. Bis Ende 2024 hatten zwölf weitere Städte und Kreise – darunter Bielefeld, Paderborn und Münster – entweder Verträge unterzeichnet oder Interesse an der Nutzung des Urban Stack bekundet.

Die Plattform verfügt zudem über ein Open-Data-Portal, das Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu öffentlichen Informationen erleichtert. Diese Transparenz soll das Vertrauen zwischen lokalen Verwaltungen und der Bevölkerung stärken.

Das Urban Stack-Projekt wächst rasant, und in den kommenden Jahren werden weitere Städte erwartet. Durch den gemeinsamen Austausch von Ressourcen und Daten hoffen die beteiligten Kommunen, ihre Dienstleistungen zu verbessern und gleichzeitig die Abhängigkeit von privaten Technologieunternehmen zu verringern. Die Pilotphase wird das System bis Ende 2026 weiter testen und optimieren.

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