Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Castor-Transporte ohne Endlager-Lösung

Ferdinand Weimer
Ferdinand Weimer
2 Min.
Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Individuen mit Taschen, mit Gebäuden, Laternenmasten und Fahnen im Hintergrund.Ferdinand Weimer

Neuer Protest gegen den Transport von Castor-Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Castor-Transporte ohne Endlager-Lösung

Rund 450 Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von radioaktivem Abfall zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen bevorstehende Lieferungen von nuklearem Material aus Forschungszentren in Jülich, Garching und Berlin zu einem Zwischenlager. Nach Angaben der Veranstalter könnte der erste von etwa 150 erwarteten Transporten noch vor Ostern beginnen.

Die Proteste wurden von einem breiten Bündnis aus 58 Gruppen unterstützt, darunter Klimaaktivisten, Kirchen und politische Parteien. Hauptkritikpunkt ist der Transport von mindestens 154 Castor-Behältern – 152 aus Jülich und zwei aus Garching – zur Anlage in Ahaus. Die genauen Routen bleiben geheim, doch Behörden deuten an, dass die Transporte bald starten könnten, vermutlich über Autobahnen.

Kritiker hinterfragen die Logik, atomaren Abfall zwischen vorübergehenden Standorten hin- und herzuschieben, während Deutschland noch immer über kein Endlager verfügt. Der Zeitplan hängt von behördlichen Genehmigungen und Gerichtsentscheidungen ab; erste Transporte könnten bereits nächste Woche beginnen.

Zu den geplanten Transporten aus Berlin oder genauen Zeitplänen liegen keine Informationen vor. Aktivisten befürchten jedoch, dass das Verfahren nach einem Gerichtsurteil im März 2026 beschleunigt werden könnte.

Die Demonstration unterstreicht den anhaltenden Widerstand gegen die Atommüll-Logistik in Deutschland. Ohne ein funktionierendes Endlager argumentieren Gegner, dass weitere Transporte die Risiken nur verlängern. Wann und wie die Behälter verlagert werden, haben die Behörden noch nicht bestätigt.

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