Dorothee Daun bleibt an der Spitze – Inklusion braucht mehr als Bürokratie

Isabella Reinhardt
Isabella Reinhardt
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Eine Gruppe von Menschen im Rollstuhl mit Schildern auf der Straße, mit Gebäuden im Hintergrund und einem Laternenmast auf der rechten Seite, in Schwarz-Weiß.Isabella Reinhardt

Dorothee Daun bleibt an der Spitze – Inklusion braucht mehr als Bürokratie

Dorothee Daun ist als Vorsitzende von Autismus Rhein-Wupper sowie des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in Solingen wiedergewählt worden. Die Entscheidung fiel während einer Wochenendveranstaltung von SelbstAktiv, bei der Forderungen nach mehr Engagement für Inklusion im Mittelpunkt standen. Lokale Aktivist:innen betonten, dass Inklusion aktiv gestaltet werden müsse – und nicht nur durch bürokratische Prozesse verwaltet werden dürfe.

Auf der Versammlung wurden zudem zwei stellvertretende Vorsitzende gewählt: Oliver Backhaus und Yesim Özem, die Daun in ihrer weiteren Führungsrolle unterstützen werden.

Daun, die sich seit langem für soziale Teilhabe einsetzt, war über 30 Jahre Mitglied im Solinger Stadtrat. Heute arbeitet sie auf Landesebene und setzt sich für Chancengleichheit ein. Bei der Veranstaltung kritisierte sie strukturelle Defizite in der Behindertenhilfe, insbesondere die chronische Unterfinanzierung und unklare Zuständigkeitsverteilungen zwischen kommunalen, regionalen und Landesbehörden.

Der Gastredner Josef Neumann bilanzierte die Fortschritte der Inklusion in Nordrhein-Westfalen. Er verwies auf eine Kampagne der Lebenshilfe NRW im Jahr 2023 gegen geplante Kürzungen bei Integrationshelfer:innen an Schulen. Seit 2016 hat das Land den inklusiven Unterricht ausgebaut, doch bleiben Finanzierungslücken und Personalmangel umstritten. Lehrergewerkschaften und Behindertenverbände hatten 2019 und 2020 gegen Haushaltskürzungen protestiert und auf den Mangel an Fachkräften in den Klassen hingewiesen.

Oliver Backhaus, neu gewählter stellvertretender Vorsitzender, sitzt seit einem Unfall 1985 im Rollstuhl. Der Medienwirtschaftler leitet zudem den Verein Barrierefreier Zugang. Er betonte, wie wichtig es sei, dass die Arbeitsgruppe die Stimmen derer verstärkt, die direkt von Behindertenpolitik betroffen sind.

Die zweite stellvertretende Vorsitzende, Yesim Özem, arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und engagiert sich dort im Personalrat. Als SPD-Vertreterin im Solinger Beirat für Menschen mit Behinderung schlug sie vor, Inklusion stärker im lokalen Kulturleben sichtbar zu machen – etwa durch einen inklusiven Karneval, der Menschen mit und ohne Behinderung in einem öffentlichen Fest zusammenbringen soll.

Die Diskussionen des Wochenendes unterstrichen die Forderung nach konkreten Schritten für mehr Inklusion in Solingen. Mit Dauns Wiederwahl bleibt die Führungskontinuität gewahrt, während die neuen Stellvertreter:innen frische Perspektiven aus eigener Erfahrung einbringen. Nun geht es darum, Maßnahmen umzusetzen, die über reine Politik hinausgehen und Inklusion im Alltag der Gemeinschaft verankern.

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