Zoll entdeckt illegales Wärmebild-Zielfernrohr bei Routinekontrolle auf der A44
Zoll entdeckt illegales Wärmebild-Zielfernrohr bei Routinekontrolle auf der A44
Zwei Männer, die aus dem Vereinigten Königreich nach Rumänien unterwegs waren, stehen unter Strafverfolgung, nachdem Zollbeamte bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn A44 im Kreis Soest ein nicht deklariertes Wärmebild-Zielfernrohr für Schusswaffen in ihrem Transporter entdeckt hatten. Das Gerät, das nach deutschem Recht als Waffe eingestuft wird, wurde beschlagnahmt.
Die Entdeckung erfolgte, als Beamte einen auf Rumänien zugelassenen Kleintransporter anhielten, der von einem 45-jährigen Mann gesteuert wurde und in dem sich ein Beifahrer befand. Im Inneren des Fahrzeugs fanden sie ein Wärmebildgerät mit Montageschiene, das für Feuerwaffen bestimmt ist. Das Gerät wurde sofort als verbotener Gegenstand sichergestellt.
Weder der Fahrer noch der Beifahrer konnten Zollerklärungen, Importepapiere oder Nachweise über die Entrichtung von Einfuhrabgaben für die transportierten Waren vorlegen. Dazu gehörte ein gebrauchter BMW X6 im Wert von 4.000 Euro mit defektem Turbolader. Der Fahrer gab an, für eine rumänische Transportfirma zu arbeiten und Pakete aus dem Vereinigten Königreich nach Rumänien zu liefern.
Da sie die erforderlichen Unterlagen nicht vorweisen konnten, wurden die Männer angewiesen, ausstehende Einfuhrabgaben in Höhe von etwa 3.250 Euro zu begleichen. Zudem mussten sie eine gerichtlich angeordnete Sicherheitsleistung von 4.000 Euro hinterlegen, bevor sie ihre Reise fortsetzen durften.
Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat den Zoll nun mit weiteren Ermittlungen beauftragt. Den beiden Männern drohen mögliche Anklagen wegen Steuerhinterziehung und Verstößen gegen das Waffenrecht.
Wärmebild-Zielgeräte für Schusswaffen unterliegen strengen internationalen Kontrollen. Die EU-Dual-Use-Verordnung (2021/821) und das Wassenaar-Abkommen stufen sie als militärische Güter ein, für deren Export eine Genehmigung erforderlich ist. Ähnliche Beschränkungen gelten in den USA, Australien und Japan, wobei Ausfuhrverbote für Länder wie Russland, den Iran und Nordkorea bestehen.
Dank technologischer Fortschritte der letzten Jahre sind solche Geräte heute leistungsfähiger denn je. Moderne Zielgeräte verfügen über höhere Auflösungen, KI-gestützte Bildverarbeitung und kompakte Bauweisen. Einige Modelle, wie das AGM Rattler, bieten Erkennungsreichweiten von bis zu einem Kilometer bei verbessertem Energieverbrauch.
Der Fall wurde zur vertieften Prüfung weitergeleitet, wobei die Behörden mögliche Verstöße gegen Steuer- und Waffenrecht untersuchen. Das beschlagnahmte Zielgerät bleibt vorerst in Verwahrung, während die beiden Reisenden nach Begleichung der finanziellen Strafen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden. Der deutsche Zoll setzt weiterhin auf strenge Kontrollen, um den grenzüberschreitenden Verkehr mit militärischem Equipment zu überwachen.
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