Deutsche Autoindustrie flüchtet ins Ausland – doch wer bleibt hier?

Ante Textor
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Ein Mercedes-Benz-Werk in Deutschland mit Fahrzeugen auf der Straße, umgeben von Gras, Pflanzen, Bäumen, Gebäuden und Polen, an einem davon befindet sich ein Logo, unter einem bewölkten Himmel.Ante Textor

Deutsche Autoindustrie flüchtet ins Ausland – doch wer bleibt hier?

Deutschlands Autoindustrie steht vor ernsten Herausforderungen, warnt der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. Zwar widerspricht er der These, deutsche bahn befänden sich in einem unumkehrbaren Niedergang – doch hohe Kosten und schwache Wettbewerbsfähigkeit trieben die Produktion zunehmend ins Ausland. Seine Aussagen unterstreichen die wachsenden Sorgen um die Zukunft des Sektors am heimischen Standort.

Dudenhöffer bezeichnete das Jahr 2022 als besonders schwierig, betonte jedoch, dass Hersteller wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz durchaus noch eine Erholung schaffen könnten. Ihre Strategie setze nun allerdings stark auf internationale Expansion. In den vergangenen fünf Jahren haben diese Konzerne ihre Produktion im Ausland massiv ausgebaut – vor allem in China, Mexiko, den USA und Indien.

Alleiner in China fertigt Volkswagen mittlerweile über 40 Prozent seiner Fahrzeuge, mit großen Werken in Changchun und Ningde. BMW hat seine Kapazitäten in San Luis Potosí (Mexiko) und im US-Bundesstaat South Carolina ausgeweitet, während Mercedes ein zentrales Werk in Tuscaloosa, Alabama, betreibt. Mit diesen Schritten sollen Kosten gesenkt, lokale Märkte erschlossen und die Produktion von Elektroautos beschleunigt werden.

Der Experte kritisierte die deutsche Wirtschaftspolitik als Kern des Problems. Überzogene Sozialausgaben, hohe Lohnnebenkosten und explodierende Energiepreise untergrüben die Wettbewerbsfähigkeit, so Dudenhöffer. Sein vernichtendes Fazit: "Das größte Problem für unsere heimischen Konzerne ist Deutschland selbst." Zudem warf er Politikern vor, statt konkreter Lösungen zur Stärkung des Industriestandorts nur leere Versprechungen zu machen.

Die deutschen Autobauer verlagern ihre Produktion ins Ausland, um wettbewerbsfähig zu bleiben – mit China als dominierendem Produktionsstandort. Dudenhöffers Analyse lässt zwar Hoffnung auf ein Überleben der Branche zu, allerdings nur, wenn sie sich weniger auf die heimische Fertigung verlässt. Ohne tiefgreifende Reformen könnte Deutschlands Rolle als Automobilzentrum weiter schrumpfen.

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