Rosenmontagsumzüge in Köln und Düsseldorf: Satire trifft auf Karnevalsrausch
So prächtig und politisch war der Karneval schon lange nicht mehr - Rosenmontagsumzüge in Köln und Düsseldorf: Satire trifft auf Karnevalsrausch
Die Rosenmontagsumzüge haben die Straßen von Köln und Düsseldorf übernommen und bilden den Höhepunkt der rheinischen Karnevalssaison. Tausende versammelten sich, um die aufwendigen Umzüge zu verfolgen, bei denen riesige Wagen und kostümierte Gruppen mit scharfer politischer Satire aufwarteten. Die Veranstaltungen verbinden jahrhundertealte Traditionen mit mutigen Kommentaren zu globalen Themen.
Monatelange Vorbereitungen steckten in jedem Wagen, um sicherzustellen, dass jeder Witz und jede Anspielung beim Publikum ankam. In Köln nahm der Umzug den damaligen US-Präsidenten Donald Trump ins Visier – ein Wagen zeigte Weltpolitiker wie Friedrich Merz, Emmanuel Macron und die NATO, die ihm nach dem Mund redeten. Ein anderer stellte die rechtspopulistische AfD als blaue Schlange dar, die das deutsche Nationalsymbol Michel erwürgt. Die Regierungsspannungen zwischen Merz (CDU) und Lars Klingbeil (SPD) wurden mit sadomasochistischen Kostümen persifliert, während weitere Wagen Rüstungsdeals, den politischen Status Grönlands und KI thematisierten. Auffällig war, dass Köln auf eine direkte Darstellung Wladimir Putins verzichtete, sich aber solidarisch mit dem Düsseldorfer Karnevalskünstler Jacques Tilly zeigte, der in Russland wegen Putin-Satire juristische Probleme hat.
Der Düsseldorfer Umzug setzte auf eine noch konfrontativere Note. Ein Wagen zeigte Putin, wie er die Karnevalsfigur Hoppeditz – ein Symbol der Stadt – aufspießt, während diese sich wehrt – eine Anspielung auf Tillys rechtliche Verfolgung. Ein weiterer Wagen inszenierte die dämonische Auferstehung Jeffrey Epsteins, während auch Trump und Merz nicht verschont blieben. Die Stimmung war elektrisierend, Hunderttausende skandierten in Köln "Alaaf!" und in Düsseldorf "Helau!".
Für viele ist der Besuch des Rosenmontagsumzugs ein geliebtes jährliches Ritual. Manche kommen als Mitglieder organisierter Karnevalsvereine, andere schließen sich spontan an – alle angezogen von der Mischung aus Spektakel, Tradition und unzensierter Satire.
Die Umzüge bestätigten einmal mehr ihren Status als Flaggschiff-Veranstaltung des rheinischen Karnevals, wo Satire auf Straßenfest-Stimmung trifft. Die Wagen boten ungewöhnlich direkte Kritik an internationaler Politik, gesellschaftlichen Themen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Mit Rekordbesucherzahlen und mutigen Bildmotiven festigten die Feiern ihren Platz als kultureller und politischer Gradmesser der Region.
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