Henkel übernimmt Stahl für 2,1 Milliarden Euro – und setzt auf Industriegeschäfte mit hoher Marge
Henkel übernimmt Stahl für 2,1 Milliarden Euro – und setzt auf Industriegeschäfte mit hoher Marge
Henkel hat Pläne bekannt gegeben, den niederländischen Spezialchemiehersteller Stahl für 2,1 Milliarden Euro zu übernehmen. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie, den Fokus auf industrienahe Geschäfte mit höherer Marge zu verlagern. Investoren reagierten positiv – nach Bekanntwerden der Nachricht stiegen die Aktien um etwa 1 %.
Die Transaktion folgt auf Henkels Übernahme von ATP Adhesive Systems, einem Schweizer Spezialisten für Industrieklebstoffe, im Januar 2026. Gemeinsam dürften diese Akquisitionen den Umsatz der Klebstoffsparte von Henkel um nahezu eine Milliarde Euro pro Jahr steigern.
Stand Februar 2026 führt Henkel weiterhin exklusivitätsfreie Gespräche mit Wendel, dem aktuellen Eigentümer von Stahl. Zwar gibt es noch keine endgültige Einigung, doch die mögliche Übernahme passt zu Henkels Bestrebungen, die Abhängigkeit von den schwächer performenden Konsumgütermarken zu verringern.
Das Unternehmen hat deutlich gemacht, dass es industrielle Bereiche priorisieren will, in denen die Gewinnmargen in der Regel höher ausfallen. Stahls Expertise im Bereich Spezialchemie würde Henkels Position in diesem Segment weiter stärken.
Falls abgeschlossen, würde die Übernahme von Stahl einen weiteren Schritt in Henkels Umstrukturierungsbemühungen darstellen. Durch die kombinierten Zukäufe von ATP und Stahl könnte der Umsatz der Klebstoffsparte um fast eine Milliarde Euro wachsen. Die Neuausrichtung des Unternehmens auf industrielle Märkte scheint an Fahrt aufzunehmen.
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