Volkshochschulen kämpfen um Finanzierung ihrer Integrationskurse – Zukunft ungewiss
Ferdinand WeimerVolkshochschulen kämpfen um Finanzierung ihrer Integrationskurse – Zukunft ungewiss
Volkshochschulen in ganz Deutschland stehen unter wachsendem Finanzdruck durch Integrationskurse
In Lünen bringen steigende Kosten und strengere Vorgaben die Mitarbeiter an ihre Grenzen – die Zukunft der Angebote ist ungewiss. Nun fordern lokale Träger und kommunale Spitzenverbände dringend Reformen, um die Finanzierung zu stabilisieren, bevor geplante Kürzungen greifen.
Die Volkshochschule (VHS) Lünen betreute 2024 in fünf Integrationskursen 105 Teilnehmende. Doch wie Direktor Björn Falke warnt, machen wachsende Bürokratie und nicht erstattete Ausgaben die Durchführung immer schwieriger. Räumliche Kosten, Verwaltungsgebühren und der Wegfall von Wiederholungsstunden belasten die Haushalte zusätzlich.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) plant, Erstattungen zu verzögern – was neue Finanzierungslücken reißen könnte. Bundesweit sank die Zahl der Kursneuanmeldungen im frühen Jahr 2025 um sieben Prozent auf nur noch 178.000 Teilnehmende, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Ein geplanter Aufnahmestopp ab 2026 könnte zudem 130.000 Menschen den Zugang verwehren.
Kommunale Spitzenverbände unterstützen die Forderung nach nachhaltigen Finanzierungslösungen. Unterdessen nimmt die VHS Lünen am 18. und 19. November an der größten Integrationsfachtagung Nordrhein-Westfalens in Köln teil, wo die Finanzierungsfrage im Mittelpunkt stehen wird. Aktuelle Teilnehmendenzahlen für NRW liegen seit 2020 nicht mehr vor.
Ohne verlässliche Bundesförderung drohen Einrichtungen wie der VHS Lünen weitere Kürzungen bei Integrationsangeboten. Die anstehende Landeskonferenz soll Lösungen aufzeigen, doch Träger warnen: Verzögerte Erstattungen und verschärfte Regeln könnten die Unterstützung für Tausende gefährden. Weitere Informationen unter www.vhs-nrw.de/presse.






