NRW stockt Mittel für queere Politik im Haushalt 2026 deutlich auf
Ferdinand WeimerNRW stockt Mittel für queere Politik im Haushalt 2026 deutlich auf
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat im Nachtragshaushalt 2026 die Mittel für queere Politik deutlich aufgestockt. Damit werden frühere Kürzungen rückgängig gemacht und die Förderung von Gemeinschaftsorganisationen, HIV-Prävention sowie Familienangeboten im gesamten Bundesland ausgeweitet.
Die schwarz-grüne Koalition stellt zusätzliche 417.000 Euro für unabhängige queere Initiativen und Gemeinschaftsstrukturen bereit. Regierungsvertreter bezeichneten die Aufstockung als ein "deutliches Zeichen der Wertschätzung" für die LGBTQ+-Community in der Region.
HIV-Präventionsprogramme, die zuvor gekürzt worden waren, erhalten nun wieder ihre ursprüngliche Förderung. Dadurch können Aidshilfe-Organisationen ihre Aufklärungs- und Beratungsarbeit ausbauen. Fachstellen wie das Queere Netzwerk, die Beratungsstelle blick und psychosoziale Unterstützungsangebote können ihre Arbeit ohne Einschränkungen fortsetzen.
Ein besonderer Schwerpunkt bleibt die Jugendarbeit: Gezielte Beratungsangebote und offene Begegnungsräume werden weiterhin gefördert. Auch das Fachbüro für Regenbogenfamilien erhält 160.000 Euro mehr. Die finanzielle Unterstützung für Christopher-Street-Day-Demonstrationen bleibt bei 3.000 Euro pro Veranstaltung – durch den erweiterten Haushalt könnten 2026 jedoch mehr Paraden stattfinden.
Die zusätzlichen Mittel treten 2026 in Kraft und sichern eine breitere Förderung queerer Projekte in Nordrhein-Westfalen. Von der Aufstockung profitieren Gemeinschaftsinitiativen, Präventionsprogramme und Familienangebote gleichermaßen.






