ÖPNV in NRW wird 2026 teurer – doch nicht überall gleich stark
Isabella ReinhardtBus- und Bahnfahrten in NRW werden an vielen Stellen ab 2026 teurer - ÖPNV in NRW wird 2026 teurer – doch nicht überall gleich stark
Fahrpreise im ÖPNV in Nordrhein-Westfalen steigen Anfang 2026 – mit regionalen Unterschieden und strukturellen Reformen
Zum Jahresbeginn 2026 werden die Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in Nordrhein-Westfalen steigen. Die Anpassungen betreffen verschiedene Regionen und Tarifmodelle und folgen auf eine vorherige Erhöhung im August 2025. Neben Preisanpassungen gibt es auch strukturelle Reformen, die das System vereinfachen sollen.
Ab dem 1. Januar 2026 müssen Fahrgäste im gesamten Bundesland mit höheren Kosten rechnen. Das Deutschland-Ticket wird von 58 auf 63 Euro pro Monat angehoben, während der eezy.nrw-Tarif für Gelegenheitsfahrer um 2,2 Prozent teurer wird. Im Rhein-Ruhr-Gebiet hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) eine durchschnittliche Erhöhung von 4,9 Prozent beschlossen – die höchste Steigerung unter den Verkehrsverbünden des Landes.
In anderen Regionen fallen die Anpassungen moderater aus: Der Westfalentarif führt zum selben Stichtag nur geringfügige Preiserhöhungen ein, nachdem die letzten Anpassungen bereits im August 2025 erfolgt waren. Die Verkehrsverbünde Rhein-Sieg (VRS) und Aachen (AVV) behalten ihren günstigen Kurzstreckentarif dagegen mindestens bis zum 1. Juni 2028 bei.
Eine zentrale Neuerung tritt am 1. Juni 2026 in Kraft: Die Tarifgrenze zwischen Köln und Aachen wird abgeschafft. Dies ist Teil einer umfassenden Reform zur Vereinfachung der Preisstruktur. VRS und AVV reduzieren ihre Tarifstufen zunächst von sechs auf fünf und später in einer weiteren Phase auf vier. Im Durchschnitt steigen die Fahrpreise für Busse und Bahnen in Nordrhein-Westfalen ab Januar 2026 um 1,9 Prozent.
Die Reformen bringen für Fahrgäste sowohl höhere Kosten als auch ein übersichtlicheres Tarifsystem mit sich. Während das Deutschland-Ticket und regionale Tickets teurer werden, soll die Abschaffung der Tarifgrenze Köln-Aachen die Fahrten zwischen beiden Städten erleichtern. Die Änderungen treten schrittweise in Kraft, beginnend mit den ersten Anpassungen im Januar 2026.






