Enni baut zwei riesige Batteriespeicher für stabiles Stromnetz in NRW
Bernhard WeinholdEnni baut zwei riesige Batteriespeicher für stabiles Stromnetz in NRW
Energieversorger Enni treibt zwei große Batteriespeicherprojekte in Nordrhein-Westfalen voran
In Moers steht das erste Projekt kurz vor der Fertigstellung, während die Pläne für einen zweiten Standort in Neukirchen-Vluyn gerade die Zustimmung des Aufsichtsrats erhalten haben. Beide Vorhaben sollen das lokale Stromnetz stabilisieren und den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen.
Die Arbeiten an Ennis erstem großflächigen Batteriespeicher in Moers sind nahezu abgeschlossen. Zwölf Batteriecontainer sind bereits im Eurotec Technology Park eingetroffen, und die Anlage soll ab Januar 2023 Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Der Speicher wird dazu beitragen, das Angebot auszugleichen, indem er bei Energieüberschuss geladen und bei steigender Nachfrage wieder abgegeben wird.
Für das zweite Speicherprojekt in Neukirchen-Vluyn hat das Unternehmen nun 14 Millionen Euro an Fördermitteln gesichert. Der ausgewählte Standort bietet einen einfachen Netzzugang und wird über eine Leistung von 24 Megawatt sowie eine Kapazität von 60 Megawattstunden verfügen. Ähnlich wie das erste Projekt wird die Anlage mehrmals täglich Überschussstrom speichern und bei Spitzenlast wieder ins Netz abgeben. Dieser Ansatz stabilisiert nicht nur das Stromnetz, sondern ermöglicht auch den weiteren Ausbau lokaler Solar- und Windparks.
Neben den Speicherprojekten integriert Enni Batterielösungen in geplante Solaranlagen in der Nähe seiner Wasseraufbereitungsanlagen. Diese Systeme sollen eine zuverlässige Wasserversorgung selbst bei größeren Stromausfällen gewährleisten. Noch vor Ende 2022 soll zudem der Bau des nächsten Solarprojekts in Niep-Süsselheide beginnen.
Enni-Chef Stefan Krämer hat für seine langfristige Strategie Rückendeckung vom Aufsichtsrat erhalten. Das zweite Speicherprojekt soll dem mehrheitlich kommunalen Unternehmen attraktive finanzielle Erträge bringen.
Die beiden Batterieprojekte werden die Netzstabilität in der Region stärken und den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen. Während die Anlage in Moers Anfang 2023 in Betrieb geht, folgt der Standort Neukirchen-Vluyn mit einer größeren Kapazität. Beide Initiativen unterstreichen Ennis Engagement für den Ausbau einer nachhaltigen Energieinfrastruktur.






