16 March 2026, 12:19

Norsk Hydro schließt fünf Aluminiumwerke in Europa – 730 Jobs betroffen

Eine Zeichnung eines Werks mit einer großen zentralen Maschine, umgeben von verschiedenen Geräten, einem Wagen, einem Tisch, einem Stuhl, einer Tafel mit der Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana", Fenstern und Deckenlampen.

Aluminium-Riese Norsk Hydro schließt fünf Werke - darunter Lüdenscheid - Norsk Hydro schließt fünf Aluminiumwerke in Europa – 730 Jobs betroffen

Norsk Hydro kündigt Schließung von fünf Aluminium-Presswerken in Europa an

Der norwegische Konzern Norsk Hydro hat Pläne bekannt gegeben, fünf seiner Aluminium-Strangpresswerke in Europa zu schließen. Von der Maßnahme sind 730 Arbeitsplätze betroffen. Die Schließungen sind Teil einer Strategie, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken. In Kürze beginnen formelle Beratungen mit den Mitarbeitervertretungen; die Standorte sollen bis 2026 geschlossen werden.

Betroffen sind die Werke in Lüdenscheid (Deutschland), Cheltenham und Bedwas (Großbritannien), Feltre (Italien) sowie Drunen (Niederlande). Das Werk in Lüdenscheid, an dem rund 220 Menschen beschäftigt sind, verfügt über zwei Presslinien zur Herstellung spezieller Aluminiumprofile. Diese Produkte kommen unter anderem in der Bauindustrie, im Maschinenbau und in der Automobilproduktion zum Einsatz.

Norsk Hydro betreibt derzeit sieben Strangpresswerke weltweit. Außerhalb Europas liegen die Standorte in Nordamerika (Magnesite, Cassopolis und Elkhart in den USA), Südamerika (Itaguaí in Brasilien) sowie Asien (Suzhou in China). Veränderungen an diesen Standorten sind derzeit nicht geplant.

Die Konsultationen mit den Mitarbeitervertretern sollen in Kürze beginnen. Die endgültigen Schließungen sind für 2026 vorgesehen, um den Beschäftigten und den lokalen Gemeinden Zeit für die Umstellung zu geben.

Durch die Schließungen verringert Norsk Hydro seine Präsenz in Europa und streicht 730 Arbeitsplätze. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Entscheidung seine Marktposition langfristig festigen wird. Die betroffenen Mitarbeiter werden nun in Gespräche über die nächsten Schritte eintreten, bevor die Standorte in zwei Jahren geschlossen werden.

Quelle