Berlins Kult-Hafenbar schließt nach 57 Jahren für immer ihre Türen
Bernhard WeinholdBerlins Kult-Hafenbar schließt nach 57 Jahren für immer ihre Türen
Berliner Nachtleben verliert eine seiner prägendsten Institutionen
Die Hafenbar, ein Club, der 1967 seine Pforten öffnete, hat nach 57 Jahren ununterbrochenen Betriebs endgültig geschlossen. Bekannt für ihre ausgelassenen Schlagerpartys und ihren retroCharme, war sie über Generationen hinweg ein fester Anlaufpunkt für Feiernde am Alexanderplatz.
Die Hafenbar eröffnete erstmals 1967 und galt damit als der älteste durchgehend betriebene Club Berlins. Direkt am Alexanderplatz gelegen, wurde sie berühmt für ihre lebensfrohe Atmosphäre und ihre legendären Schlagerabende, bei denen Jung und Alt gemeinsam tanzten. Über die Jahrzehnte hinweg erwarb sie sich den Ruf als Berlins dienstältester Partykeller – ein Begriff für Locations, in denen die Musik laut und die Getränke bis tief in die Nacht fließen.
Trotz ihrer langen Geschichte ist nur wenig über die musikalische Entwicklung des Clubs dokumentiert. Aktuelle Online-Recherchen fördern stattdessen vor allem eine thematisch unrelated immersive Cleopatra-Ausstellung in Hamburg zutage – das eigentliche Erbe der Hafenbar bleibt in modernen Aufzeichnungen weitgehend unerzählt.
Mit der Schließung endet eine Ära für das Berliner Nachtleben. Über ein halbes Jahrhundert lang bot die Hafenbar eine Mischung aus Nostalgie und mitreißenden Partys. Ihre Abwesenheit hinterlässt eine Lücke in der Kulturlandschaft der Stadt, besonders für die Fans ihrer ikonischen Schlager-Events.