16 March 2026, 16:15

Karin Hanczewski: Wie ihr Coming-out die deutsche TV-Welt verändert hat

Eine Frau in einem pinken Kleid mit zurückgebundenem Haar, die direkt in die Kamera schaut, auf dem Cover eines Magazins mit der Aufschrift "Le Theatre".

Karin Hanczewski: Wie ihr Coming-out die deutsche TV-Welt verändert hat

Schauspielerin Karin Hanczewski spricht offen über ihr Coming-out und dessen Einfluss auf ihre Karriere

Bei der Premiere von Dix pour cent: Berlin blickt die Schauspielerin auf die persönlichen und beruflichen Veränderungen seit 2021 zurück. Bekannt geworden durch ihre Rolle als Kommissarin Karin Gorniak in der Dresdner Tatort-Reihe, war ihr Weg sowohl öffentlich als auch zutiefst privat geprägt.

Ursprünglich hatte Hanczewski auf Wunsch ihrer Eltern Jura studiert, doch bald entdeckte sie ihre wahre Leidenschaft: die Schauspielerei. Bevor sie ihre Tatort-Rolle erhielt, finanzierte sie sich mit Nebenjobs – als Pizzabotin und Putzfrau. Neun Jahre lang spielte sie die Ermittlerin in Dresden Tatort und wurde so zu einem vertrauten Gesicht im deutschen Fernsehen.

2021 gehörte sie zu den Initiatorinnen des ActOut-Manifests, einer mutigen politischen Erklärung, die mehr Sichtbarkeit für LGBTQ+-Personen in der Unterhaltungsbranche forderte. Noch im selben Jahr outete sie sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung als queer – ein Wendepunkt in ihrem öffentlichen Leben. Die Initiative löste breitere Debatten über Repräsentation aus, und seitdem zeigen deutsche Serien wie Tatort zunehmend vielfältigere queere Charaktere, die sich von klischeehaften Darstellungen lösen.

Ihre offenen Worte bei der Dix pour cent: Berlin-Premiere unterstreichen, wie ihr Coming-out sowohl ihre Arbeit als auch die Branche geprägt hat. Zwar gibt es kaum konkrete Daten zu Veränderungen in der Repräsentation, doch die allmähliche Zunahme differenzierter LGBTQ+-Rollen deutet auf einen langsamen, aber spürbaren Wandel hin.

Hanczewskis Karriere umfasste ein Jurastudium, verschiedene Nebenjobs und eine langjährige Tatort-Rolle. Ihr öffentliches Coming-out und ihr Engagement für ActOut haben dazu beigetragen, dass queere Figuren im deutschen Fernsehen heute vielschichtiger dargestellt werden. Die Auswirkungen ihres Einsatzes sind in der Branche noch immer spürbar.

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