03 April 2026, 00:14

Zoll deckt riesigen Schmuggelring mit zwei Tonnen verbotener Lebensmittel auf

Graphik, die EU-Importe (blaue Linie) im Zeitverlauf abnehmend und Nicht-EU-Importe (rote Linie) zunehmend zeigt, beide auf einem weißen Hintergrund mit beschrifteten Achsen.

Zoll deckt riesigen Schmuggelring mit zwei Tonnen verbotener Lebensmittel auf

Zollbeamte in Nordrhein-Westfalen haben einen großangelegten Schmuggelring mit fast zwei Tonnen verbotener Lebensmittel aufgedeckt. Die Entdeckung gelang bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn A44 in der Nähe von Bad Wünnenberg am 5. November 2025. Zwei Männer müssen sich nun wegen Verstößen gegen Einfuhrbestimmungen und Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten.

Beamte der Flughafenkontrollstelle Paderborn/Lippstadt stoppten auf der A44 einen gekühlten Lieferwagen mit moldawischem Kennzeichen. Im Inneren fanden sie 2,8 Kilogramm Kaffee, 4,5 Liter Alkohol und fast zwei Tonnen Fleisch- und Käseerzeugnisse. Zudem wurden Eier, frisches Obst und Gemüse beschlagnahmt – keine der Waren war zuvor vom EU-Zoll abgefertigt worden.

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Der Fahrer behauptete, keine beschränkten Güter an Bord zu haben, und zeigte einen CMR-Frachtbrief vor. Ein Pflanzengesundheitszeugnis für die Frischware konnte er jedoch nicht vorlegen. Zu den beschlagnahmten Waren gehörten unter anderem rohes Fleisch, Käse und rohe Eier – allesamt nach Lebensmittelsicherheitsvorschriften verboten.

Beide Männer, jeweils 34 Jahre alt, müssen sich nun wegen Verstößen gegen Tierschutz- und Pflanzengesundheitsbestimmungen sowie wegen Steuerhinterziehung strafrechtlich verantworten. Der Fahrer hinterlegte eine Kaution in Höhe von 2.000 Euro zur Deckung der Lager-, Entsorgungskosten und möglicher Bußgelder. In den vergangenen zwei Jahren registrierten deutsche Zollbehörden rund 1.200 ähnliche Fälle, vor allem an Grenzübergängen wie Passau und Frankfurt (Oder), wobei Fleisch- und Milchprodukte zu den am häufigsten geschmuggelten Waren zählten.

Die beschlagnahmten Güter waren entweder illegal eingeführt oder ohne die erforderlichen Abgaben bezahlt worden. Die Behörden prüfen nun, ob weitere Sanktionen verhängt werden. Der Fall reiht sich in einen größeren Trend ein, bei dem Privatfahrzeuge genutzt werden, um EU-Einfuhrkontrollen zu umgehen.

Quelle