05 April 2026, 10:11

Deutsch-polnische Freundschaft im Fokus: Bergisch Gladbach diskutiert über Europa und Ukraine-Krieg

Eine Karte Polens aus dem 19. Jahrhundert, die das Ausmaß des polnischen Reichs mit detaillierten Text- und numerischen Anmerkungen zeigt.

Deutsch-polnische Freundschaft im Fokus: Bergisch Gladbach diskutiert über Europa und Ukraine-Krieg

Politischer Abend in Bergisch Gladbach: Experten und Bürger diskutieren deutsch-polnische Beziehungen und die Lage in der Ukraine

Ein kürzlich veranstalteter politischer Abend in Bergisch Gladbach brachte Fachleute und Bürger zusammen, um über die deutsch-polnischen Beziehungen und die aktuelle Situation in der Ukraine zu sprechen. Die Veranstaltung, ausgerichtet vom Förderverein der Städtepartnerschaft Pszczyna (Pless)–Bergisch Gladbach, umfasste einen Vortrag von Dieter Bingen, einem anerkannten Experten für polnische Geschichte und Politik. Zu den Gästen zählten Peter Graf von Hochberg, der 7. Fürst von Pless, sowie Vertreter der langjährigen Städtepartnerschaft zwischen den beiden Kommunen.

Dieter Bingen hielt einen ausführlichen Vortrag zur historischen Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen. Dabei betonte er die Bedeutung des Weimarer Dreiecks – eines Kooperationsrahmens zwischen Deutschland, Polen und Frankreich – und forderte mehr "diplomatisches Fingerspitzengefühl" im aktuellen Umgang mit Polen. Die Diskussion thematisierte auch den Krieg in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die regionale Stabilität.

Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund einer Partnerschaft statt, die 1993 zwischen Pszczyna (Polen) und Bergisch Gladbach (Deutschland) ins Leben gerufen wurde. Über die Jahrzehnte hinweg hat diese Verbindung konkrete Ergebnisse hervorgebracht: von gemeinsamen Kunstausstellungen und Musikfestivals über Jugendaustausche bis hin zu wirtschaftlichen Projekten. Messen, Wirtschaftsdelegationen und touristische Kooperationen haben die Bindungen zwischen den beiden Städten zusätzlich gefestigt.

Herbert Kurek, Schatzmeister des Vereins, sprach über den Wert der Städtepartnerschaft. Er unterstrich, wie solche Initiativen Vorurteile abbauen und Vertrauen schaffen. Nach dem Vortrag folgten eine Fragerunde und ein geselliger Ausklang mit Brezeln, Krakauer Würstchen und polnischem Bier.

Der Verein verzeichnete ein großes Interesse – viele Teilnehmer zeigten sich erfreut über die hohe Besucherbeteiligung. Solche Veranstaltungen, so die einhellige Meinung, leisten einen wichtigen Beitrag zum lokalen Verständnis und zur Bewahrung des europäischen Gedankens.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Abend unterstrich die Bedeutung der Basisdiplomatie für die Stärkung der deutsch-polnischen Beziehungen. Durch Vorträge, kulturellen Austausch und wirtschaftliche Zusammenarbeit fördert die Städtepartnerschaft weiterhin den Dialog und die gegenseitige Achtung. Sowohl die Organisatoren als auch die Gäste verließen die Veranstaltung mit dem erneuerten Bewusstsein, wie wertvoll der Erhalt solcher Verbindungen ist.

Quelle