01 May 2026, 04:11

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch Familien zahlen den Preis

Plakat zeigt einen Zug auf Schienen mit Menschen in der Nähe und Text 'Das amerikanische Arbeitsplatzprogramm wird den erschwinglichen öffentlichen Verkehr ausbauen'.

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch Familien zahlen den Preis

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen stimmten dabei strengen Redezeitbegrenzungen zu. Die Entscheidung fiel nach wochenlangen Debatten über Sparmaßnahmen und deren Auswirkungen auf Familien. Zwar wurde der Haushalt einstimmig angenommen, doch bleiben Bedenken wegen geplanter Gebührenerhöhungen und Kürzungen bei Leistungen bestehen.

Die Haushaltsberatungen begannen mit detaillierten Sparvorschlägen der SPD. Ihr Plan sah vor, nicht zwingend notwendige Ausgaben zu kürzen, warnte jedoch vor Maßnahmen, die Familien zusätzlich belasten würden. Die Partei kritisierte zudem die Streichung des Deutschlandtickets für anspruchsberechtigte Studierende und argumentierte, dies benachteilige junge Menschen.

Eltern in Willich äußerten Protest gegen Pläne, die Kita-Gebühren zu erhöhen und höhere jährliche Kostenanpassungen einzuführen. Ihre Sorgen wurden vom Jugendwohlfahrtsausschuss geteilt, der sowohl den Geschwisterzuschlag als auch die Erhöhung der jährlichen Anpassungen ablehnte. In der Folge hielt der Rat an der bisherigen Regelung fest, wonach ermäßigte Geschwistergebühren in Kindergärten entfallen.

Die Fraktion der Grünen unterstützte den Haushalt, betonte jedoch die angespannte finanzielle Lage der Stadt. Sie forderten unverzügliche Schritte zur Konsolidierung der Finanzen, ohne die Bürgerinnen und Bürger unverhältnismäßig zu belasten. Unterdessen begrüßte die SPD die Einführung der Bauturbo-Regelung, die den Bau von bezahlbarem Wohnraum beschleunigen soll.

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In der abschließenden Abstimmung billigten alle Fraktionen den Haushalt, der im Juli in Kraft treten wird. Die zügige Entscheidung folgte einer disziplinierten Debatte, in der jede Rednerin und jeder Redner auf fünf Minuten begrenzt war.

Der Haushalt 2026 wird nun umgesetzt und behält die bisherigen Gebührenstrukturen in der Kinderbetreuung bei, während gleichzeitig breitere Sparmaßnahmen greifen. Die finanziellen Herausforderungen der Stadt bestehen fort, doch das einstimmige Votum des Rates signalisiert den Willen, Ersparnisse mit der Unterstützung von Familien in Einklang zu bringen. Die neuen Regelungen – darunter die Bauturbo-Initiative für den Wohnungsbau – werden in den kommenden Monaten genau beobachtet werden.

Quelle