23 March 2026, 16:09

Viersen stärkt Erinnerungskultur: Neue Stolpersteine und Schulprojekte bis 2027

Steinbau mit Fenster und Holocaust-Gedenktafel mit Inschrift.

Viersen stärkt Erinnerungskultur: Neue Stolpersteine und Schulprojekte bis 2027

Der Verein zur Förderung der Erinnerungskultur (1933–1945) in Viersen hat seine Partnerschaft mit der Anne-Frank-Gesamtschule für weitere drei Jahre verlängert. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Bewahrung der lokalen Erinnerung an den Holocaust, darunter die Pflege und der Ausbau der Stolpersteine in der Stadt.

Bis Anfang 2027 sollen im Viersener Stadtzentrum neue Gedenksteine verlegt werden – ein Projekt, das bereits mindestens zwei Opfer, Karoline und Wilhelm Jansen, innerhalb des Bistums Aachen ehrt.

Das Engagement der Schule geht über symbolische Gesten hinaus. Lehrerin Corinne Flasshoff plant, ihre Projektgruppe zu Recherchen im Kreisarchiv anzuleiten, um das Verständnis der Schülerinnen und Schüler für die lokale Geschichte zu vertiefen. Die stellvertretende Vorsitzende Julietta Breuer betonte, dass Flasshoff zudem mit ihrer Klasse die Holocaust-Gedenkstätte erneut besuchen werde, um die pädagogische Wirkung zu verstärken.

Schulleiterin Ilka Werner unterstützt die Initiative "Reinigung der Stolpersteine" unter den Lehrkräften, insbesondere vor dem 9. November – dem Jahrestag der Reichspogromnacht. Diese Aktion stellt sicher, dass die Messingtafeln als sichtbare und respektierte Mahnmale der NS-Verfolgung erhalten bleiben.

Bisher wurden bereits zwei Stolpersteine für Karoline und Wilhelm Jansen verlegt. Die nächste Verlegung, die für Anfang 2027 geplant ist, wird diese kleinen, aber wirkmächtigen Denkmäler noch stärker in das städtische Bild Viersens einbetten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die verlängerte Partnerschaft zwischen dem Verein und der Schule sichert die kontinuierliche Arbeit an der Erinnerungskultur. Bis 2027 werden weitere Stolpersteine in Viersens Straßen erscheinen, während Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler Archivforschung betreiben und die Pflege der Gedenkstätten fortsetzen. Die Initiative hält die lokale Holocaust-Geschichte für kommende Generationen zugänglich.

Quelle