Verbund steigt mit 140-Megawatt-Windparks in den Hochsauerland-Markt ein
Isabella ReinhardtVerbund steigt mit 140-Megawatt-Windparks in den Hochsauerland-Markt ein
Der österreichische Energiekonzern Verbund hat mehrere Standorte für Windparks im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis erworben. Der am 18. November 2025 abgeschlossene Deal umfasst die Projektrechte für Anlagen mit einer kombinierten Leistung von bis zu 140 Megawatt. Der Verkäufer ENOVA, einer der großen deutschen Windkraftbetreiber, wird sich künftig auf andere Regionen und die Modernisierung bestehender Standorte konzentrieren.
Die Transaktion betrifft mehrere Windenergiestandorte im Hochsauerland, wobei die genaue Anzahl der Flächen nicht bekannt gegeben wurde. Verbund, Österreichs größter Stromversorger, übernimmt alle bestehenden Projektverträge sowie die damit verbundenen Entwicklungsverpflichtungen. Mit dem Bau der neuen Anlagen soll 2027 begonnen werden.
ENOVA, das derzeit Onshore-Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von über 900 Megawatt betreibt, wurde rechtlich von der Kanzlei Görg beraten. Ruth Büchl-Winter leitete das Juristenteam, unterstützt von Ilka Mainz und Niklas Fietz in Fragen der Projektentwicklung. Verbund ließ sich von Thomas Schulz vertreten, einem Partner der Berliner Kanzlei Linklaters.
Künftig plant ENOVA, sich auf die Repowering-Maßnahmen älterer Windparks sowie die Expansion in die Region Weser-Ems zu fokussieren. Nähere Details zu den dortigen Vorhaben gab das Unternehmen jedoch nicht bekannt.
Der Verkauf markiert den Einstieg von Verbund in den Hochsauerländer Windmarkt. Die 140-Megawatt-Projekte werden nach ihrer Inbetriebnahme das Portfolio des Konzerns im Bereich erneuerbare Energien erweitern. ENOVA hingegen wird seine Ressourcen in die Modernisierung bestehender Standorte sowie die Entwicklung neuer Projekte an anderen Orten lenken.






