Thyssenkrupp Steel setzt erstmals eine Frau an die Spitze – und verlängert ihren Vertrag bis 2030
Bernhard WeinholdDeutschlands größtes Stahlunternehmen hat erstmals eine Frau an der Spitze - Thyssenkrupp Steel setzt erstmals eine Frau an die Spitze – und verlängert ihren Vertrag bis 2030
Thyssenkrupp Steel Europe setzt mit Marie Jaroni erstmals eine Frau an die Unternehmensspitze. Ihr Vertrag wurde nun bis 2030 verlängert – als Anerkennung für ihre zentrale Rolle bei den jüngsten Restrukturierungsverhandlungen. Zudem gab das Unternehmen bekannt, einen neuen Personalvorstand zu berufen, nachdem Dirk Schulte aus persönlichen Gründen zurückgetreten war.
Jaroni hatte die Geschäftsführung übernommen, nachdem sie zuvor den Bereich Vertrieb und Transformation geleitet hatte. Unter ihrer Führung wurden Verhandlungen für einen umfassenden Umstrukturierungsplan geführt, der vorsieht, die Belegschaft von derzeit 27.000 auf etwa 16.000 Mitarbeiter bis 2030 zu reduzieren. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund schwacher globaler Nachfrage, niedriger Stahlpreise und wachsender Konkurrenz durch günstige Importe aus Asien.
Knut Giesler von der Gewerkschaft IG Metall lobte ihre Verhandlungsführung und Fairness. Ilse Henne, Vorsitzende des Aufsichtsrats, betonte Jaronis Führungsstärke und ihre langfristige Strategie für das Unternehmen.
Unterdessen hat Wilfried von Rath Dirk Schulte als Personalvorstand abgelöst, der das Amt Anfang dieses Jahres aus persönlichen Gründen verlassen hatte.
Das Unternehmen blickt nun auf Jaroni, die es durch eine schwierige Phase steuern soll. Stellenabbau und Sparmaßnahmen werden die Belegschaft in den kommenden sechs Jahren grundlegend verändern. Die Verlängerung ihres Vertrags unterstreicht das Vertrauen in ihre Fähigkeit, das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen.






