Thomas Baumgärtels Banane feiert 40 Jahre mit riesiger Open-Air-Kunsttour am Niederrhein
Isabella ReinhardtThomas Baumgärtels Banane feiert 40 Jahre mit riesiger Open-Air-Kunsttour am Niederrhein
Der deutsche Künstler Thomas Baumgärtel, bekannt für seine gesprayte Bananensignatur, feiert 2026 das 40-jährige Jubiläum seines ikonischen Symbols. Eine große Ausstellungsserie unter dem Titel "Freiheit für die Kunst" wird die Region Niederrhein prägen und sein Werk sowie dessen kulturelle Bedeutung würdigen. Im Rahmen des Projekts verwandeln sich 40 Veranstaltungsorte in temporäre Galerien, die jeweils eine andere Phase seines Schaffens präsentieren.
Die Feierlichkeiten beginnen am 8. Mai 2026 um 19 Uhr mit einer zentralen Eröffnung im Niederrheinischen Museum in Kevelaer. Damit startet eine monatelange Tour, die bis Juli dauert und die gesamte Region in eine riesige Open-Air-Galerie verwandelt. Baumgärtels Bananenmotiv – auf Wänden, Leinwänden und sogar öffentlichen Gebäuden gesprüht – steht seit Jahrzehnten für künstlerische Freiheit, Zugänglichkeit und den Protest gegen akademischen Elitarismus.
Ein Höhepunkt wird die Narrenmühle in Dülken sein, wo vom 15. Mai bis Ende September vier seiner großformatigen Werke auf den Flügeln der Windmühle zu sehen sind. In der Nähe zeigt die Atelier-Galerie Blaubeermuffinbaum Arbeiten aus seiner "Signs"-Serie; die Vernissage findet am 15. Mai um 18 Uhr statt. Die Kunsthistorikerin Sigrid Blomen-Radermacher wird bei der Eröffnung sprechen und Einblicke in Baumgärtels vierzigjährigen Einfluss geben.
Die Niederrhein-Tour ist zugleich eine persönliche Hommage an die Wurzeln des Künstlers, der in der Region geboren wurde. Seit jeher nutzt er seine Banane als verspieltes, doch kraftvolles Statement für Demokratie in der Kunst – fernab von Exklusivität, stattdessen mit der Einladung zur öffentlichen Auseinandersetzung und zum Dialog.
Die Reihe "Freiheit für die Kunst" erstreckt sich über 40 Kulturorte, die jeweils eine einzigartige Sammlung von Baumgärtels Werken zeigen. Sein Bananensymbol, längst Synonym für kreativen Widerstand, wird bis Juli 2026 das Landschaftsbild der Region prägen. Das Projekt beweist, wie ein einfaches, markantes Bild Konventionen herausfordern und Gemeinschaften verbinden kann.






