Solingens neues Max-Leven-Zentrum erinnert an Widerstand und Zivilcourage
Bernhard WeinholdSolingens neues Max-Leven-Zentrum erinnert an Widerstand und Zivilcourage
Solingen hat nun einen neuen Ort des Gedenkens und Lernens: Das Max-Leven-Zentrum (MLC) wurde am Dienstag in dem historischen Wohnhaus von Max Leven eröffnet, einer Persönlichkeit, die mit dem lokalen Widerstand während der NS-Zeit verbunden ist. Das Zentrum möchte sich mit Verfolgung, Mut und zivilgesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzen – durch Bildung und Dialog.
Die Idee für das MLC entstand 2019, getragen von einer breiten bürgergesellschaftlichen Initiative. An seiner Umsetzung waren unter anderem die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen sowie Vertreter aus Landes- und Bundespolitik beteiligt.
Die Dauerausstellung des Zentrums widmet sich dem Leben und Wirken von Max Leven sowie weiteren lokalen Persönlichkeiten wie Änne Wagner. Sie beleuchtet, wie Verfolgung und Widerstand in Solingen während der NS-Diktatur verlaufen sind. Doch das MLC ist mehr als ein Geschichtsprojekt: Es versteht sich auch als Ort der politischen Bildung und des offenen Austauschs.
Bei der Eröffnung betonte Oberbürgermeister Tim Kurzbach die Bedeutung des Zentrums. Es solle ein Raum für lebendige Diskussionen werden – selbst zwischen Menschen mit unterschiedlichen Standpunkten. Offiziell öffnet das MLC am Sonntag, den 2. November, von 11:00 bis 17:00 Uhr seine Türen für Besucher.
Das Max-Leven-Zentrum bereichert Solingens Kulturlandschaft um eine wichtige Facette. Es bewahrt das lokale Gedächtnis und regt zugleich zur Reflexion über Toleranz und Zivilcourage an. Der Ort ist zugleich Mahnmal und lebendiger Begegnungsraum für die Stadtgesellschaft.






