Solingens Innenstadt braucht dringend einen Masterplan gegen den Niedergang
Ferdinand WeimerSolingens Innenstadt braucht dringend einen Masterplan gegen den Niedergang
Solingens Innenstadt kämpft mit Leerstand, weniger hochwertigen Angeboten und mangelnden Gastronomie- und Freizeitmöglichkeiten. Der Niedergang vollzieht sich schleichend – angetrieben durch wirtschaftliche und soziale Herausforderungen, die das Viertel über Jahre geschwächt haben.
Die Probleme der Stadt haben ihre Ursachen oft in externen Faktoren: die Verlagerung wichtiger Dienstleistungen in größere Städte, der Verlust von Industriearbeitsplätzen ins Ausland sowie der Aufstieg von Discountern und dem Online-Handel. Lokale Verantwortliche haben zwar Einzelprojekte und Fachstrategien ausprobiert, doch ein Gesamtkonzept fehlt bisher.
Ein ehemaliger SPD-Landtagsabgeordneter plädiert für mehr finanzielle Spielräume für Solingen. Statt isolierter Maßnahmen brauche es ein umfassendes Revival der Innenstadt und ihrer umliegenden Kieze. Besonders im Fokus stehen sollten dabei Schlüssellagen wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße, der Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel.
Vorgeschlagen wird ein Masterplan, der den gesamten Rings um das Zentrum umfasst. Er soll Stadtplanung, soziale Belange, Kultur, Klima, Verkehr und Gemeinschaftsförderung verbinden. Entscheidend für den Erfolg seien Bürgerbeteiligung und externe Expertise. Zudem müsse der Plan attraktive Rahmenbedingungen für eine mobile, gut verdienende Bevölkerung schaffen – als Gegenmittel zum Abstieg.
Die Umsetzung wird Jahre dauern, doch der Startschuss muss jetzt fallen. Ein ganzheitlicher Masterplan könnte Solingens Weg in die Zukunft weisen. Er zielt darauf ab, langjährige Missstände zu beheben und das Zentrum sowie seine Randbereiche neu zu beleben. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in breiter Teilhabe, fachkundiger Begleitung und sofortigem Handeln.
