03 April 2026, 06:12

Solingen plant Grundsteuer-Reform: CDU will Wohnkosten drastisch senken

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets auf einem Blatt Papier mit beschrifteten Abschnitten und Textangaben zu Gebäuden, Straßen und anderen Merkmalen.

Solingen plant Grundsteuer-Reform: CDU will Wohnkosten drastisch senken

Die CDU-Fraktion in Solingen drängt auf eine Reform des städtischen Grundsteuersystems. Ziel der Initiative ist es, die Wohnkosten für die Bürger zu senken, nachdem diese in den letzten Jahren stark angestiegen sind. Ein neuer Vorschlag sieht vor, unterschiedliche Steuersätze für Wohnimmobilien und Gewerbeobjekte einzuführen.

Der Plan kommt zu einer Zeit, in der einige Haushalte aufgrund explodierender Steuerlasten mit Mietsteigerungen von bis zu 20 Prozent pro Jahr konfrontiert sind. Die Landesregierung hat den Kommunen nun gestattet, ihre Steuerberechnungen noch vor der Frist 2025 anzupassen.

Bisher galt in Solingen ein einheitlicher Steuersatz für alle Immobilien. Seit 2019 führte dies zu drastischen Steuererhöhungen – in manchen Fällen um bis zu 500 Prozent –, die direkt an die Mieter weitergegeben wurden. Besonders betroffen waren einkommensschwache Haushalte in günstigeren Wohnlagen, die jährliche Mieterhöhungen von 10 bis 20 Prozent verkraften mussten.

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Im ursprünglichen Antrag der CDU war eine Senkung der Sätze für Wohnimmobilien bei gleichzeitig höheren Abgaben für Gewerbeflächen vorgesehen. Der überarbeitete Vorschlag, der am 11. und 18. Dezember im Stadtrat zur Abstimmung steht, enthält eine überarbeitete Satzung mit haushaltsneutralen Anpassungen. Zudem sollen künftige Steuererhöhungen für Wohngebäude (Kategorien A und B) auf maximal 3 Prozent pro Jahr begrenzt werden.

Carsten Becker, finanzpolitischer Sprecher der CDU, betonte die Notwendigkeit, die Belastung für die Haushalte zu verringern. Dirk Errestink, der neue Sprecher des Finanzausschusses, unterstützte den Plan und bezeichnete ihn als faire Lösung, die sowohl Mietern als auch Eigentümern zugutekommt. Die Partei versichert, dass die Änderungen die städtische Finanzplanung nicht gefährden werden.

Die Angelegenheit bleibt komplex, doch die CDU argumentiert, dass die Reformen spürbare Entlastungen bringen werden. Sie fordert die Stadt auf, das System noch vor Jahresende zu überprüfen, um die neuen Regelungen rechtzeitig umsetzen zu können.

Falls der Rat zustimmt, würden die differenzierten Steuersätze bereits vor 2025 in Kraft treten. Die Bürger könnten dann mit niedrigeren Wohnkosten rechnen, während die Stadt stabile Einnahmen behält. Über den Vorschlag wird in den nächsten beiden Ratssitzungen beraten.

Quelle