03 April 2026, 10:13

Schwerer IT-Angriff legt Stadtwerke Detmold lahm – Kundendaten in Gefahr

Plakat mit "Nationaler Cyber-Range" in fetter weißer Schrift auf blauem Hintergrund, das eine Weltkugel mit mehreren angeschlossenen Computern zeigt.

Schwerer IT-Angriff legt Stadtwerke Detmold lahm – Kundendaten in Gefahr

Stadtwerke Detmold seit Montagabend Ziel eines schweren IT-Angriffs

Seit Montagabend kämpft die Stadtwerke Detmold GmbH mit den Folgen eines massiven IT-Angriffs. Die veralteten Systeme des Unternehmens waren monatelang, möglicherweise sogar mehr als ein Jahr, ungeschützt im Internet zugänglich, bevor der Zugriff schließlich gesperrt wurde. Kunden müssen nun mit weitreichenden Serviceausfällen rechnen: Telefonleitungen, E-Mails und Online-Dienste sind derzeit nicht verfügbar.

Der Angriff hat die gesamte digitale Infrastruktur des Versorgers lahmgelegt. Auf der Startseite des Unternehmens wird ein "flächendeckender IT-Ausfall" bestätigt, während auch die Telefondienste – einschließlich des Kundenservice – weiterhin gestört sind. Online-Funktionen wie die Übermittlung von Zählerständen funktionieren ebenfalls nicht.

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Die Landespolizeiinspektion (LKA) hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft derzeit das Ausmaß des Sicherheitsvorfalls. Besonders besorgniserregend ist die Frage, ob Kundendaten abgerufen oder gestohlen wurden. Die Untersuchungen stecken noch in den Anfängen; konkrete Erkenntnisse liegen bisher nicht vor.

Die IT-Sicherheitslücken bei den Stadtwerken waren gravierend: Systeme mit Windows Server 2003 R2 sowie PHP-Skripten aus dem Jahr 2013 waren über einen langen Zeitraum hinweg ungeschützt im Netz zugänglich. Erst am Montagabend wurden diese veralteten Komponenten abgesichert – lange, nachdem die Risiken offenkundig waren.

Trotz der chaotischen Lage bleibt die Grundversorgung stabil. Trinkwasser, Strom, Gas und Fernwärme werden weiterhin ohne Unterbrechung bereitgestellt.

Mehr als zwölf Stunden nach dem Angriff arbeiten die Stadtwerke Detmold noch immer daran, die Dienste wiederherzustellen. Die Prüfung eines möglichen Datenabflusses läuft weiterhin, während Kunden weiterhin ohne Unterstützung dastehen. Der Vorfall unterstreicht die Gefahren, die von unverpatchter, veralteter Technik in kritischen Infrastrukturen ausgehen.

Quelle