02 April 2026, 18:11

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach: Milliardenprojekt mit jahrelangen Einschränkungen

Offenes Buch mit detaillierten Zeichnungen und Text, einschließlich einer Illustration einer Eisenbahnschiene.

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach: Milliardenprojekt mit jahrelangen Einschränkungen

Die S11-Bahnstrecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht vor einem großen Ausbau, der mit 836 Millionen Euro gefördert wird. Nordrhein-Westfalen (NRW) und der Bund steuern dabei 305 Millionen bzw. 531 Millionen Euro bei, um die Strecke zu modernisieren. Das Projekt verspricht schnellere Verbindungen, mehr Kapazitäten und moderne Bahnhöfe – doch Pendler müssen sich zunächst auf jahrelange Einschränkungen einstellen.

Ursprünglich sollte der Bau 2025 beginnen, doch wegen Finanzierungslücken, Verzögerungen bei Genehmigungen und unerwarteten Problemen beim Tunnelbau verschob sich der Start auf 2028. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet nun, dass alle ausstehenden Genehmigungen bis zu diesem Sommer erteilt werden. Sobald dies geschehen ist, kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen.

Der Ausbau umfasst ein zweites Gleis, barrierefrei modernisierte Bahnhöfe und neue Haltepunkte entlang der Strecke. Nach Fertigstellung sollen die Züge im 10-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast verdoppelt auf alle fünf Minuten. Die erste große Sperrung ist jedoch bereits für Ostern 2026 geplant – mit langfristigen Beeinträchtigungen für die Fahrgäste.

Trotz der ehrgeizigen Ziele bleibt das Projekt weiter unsicher. Der angestrebte Fertigstellungstermin Anfang 2032 gerät ins Wanken, da es Überschneidungen mit anderen Infrastrukturvorhaben gibt. Eine verbindliche Zeitplanung steht noch aus, obwohl erste Bauarbeiten möglicherweise bereits Ende 2030 beginnen könnten.

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Mit dem S11-Ausbau soll die regionale Mobilität durch schnellere, häufigere Züge und moderne Infrastruktur verbessert werden. Doch angesichts der bereits verschobenen Starttermine und drohender Budgetengpässe bleibt der Zeitrahmen ungewiss. Pendler müssen sich auf jahrelange Sperrungen einstellen, bevor sie die Vorteile spüren werden.

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