Rheinmetall holt Milliardenauftrag mit Leonardo – doch die Aktie fällt weiter
Ante TextorRheinmetall holt Milliardenauftrag mit Leonardo – doch die Aktie fällt weiter
Rheinmetall sichert ersten Großauftrag in Joint Venture mit Leonardo
Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat über ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem italienischen Konzern Leonardo seinen ersten großen Auftrag eingeworben. Im Rahmen eines umfänglichen 20-Milliarden-Euro-Programms werden 21 hochmoderne Kampffahrzeuge an die italienische Armee geliefert. Trotz dieses Erfolgs gibt der Aktienkurs des Unternehmens weiter nach: Heute verlor die Aktie erneut 1,2 % und erreichte mit 1.707 Euro ein neues Tief.
Der Auftrag markiert einen wichtigen Meilenstein für die Partnerschaft zwischen Rheinmetall und Leonardo. Im Rahmen der milliardenschweren Vereinbarung hat die italienische Regierung bereits Aufträge im Volumen von 20 Milliarden Euro erteilt. Die erste Lieferung von 21 hochwertigen Panzern festigt die Position des Joint Ventures auf dem europäischen Rüstungsmarkt.
Anleger zeigen sich jedoch skeptisch angesichts der jüngsten Entwicklungen. Trotz neuer Projekte – darunter Lasersysteme und Munitionsfabriken – kämpft die Rheinmetall-Aktie mit Schwächephasen. Gestern verlor sie 2,5 %, heute folgten weitere 1,2 %, sodass der Kurs auf 1.707 Euro sank.
Die Unternehmensführung bleibt dennoch zuversichtlich. Der Vorstandsvorsitzende bestätigte, dass ein Umsatzrückgang von 4 % im ersten Halbjahr 2024 bis Jahresende vollständig ausgeglichen werde. Analysten sehen weiterhin Potenzial und taxieren den fairen Wert der Aktie im Schnitt auf 2.150 Euro.
Am 6. November wird Rheinmetall seine Quartalszahlen vorlegen. Die Erwartungen sind hoch, und angesichts der jüngsten Auftragseingänge dürften die Prognosen nach oben korrigiert werden.
Der erste Großauftrag des Joint Ventures sichert dem Unternehmen einen Fuß in der italienischen Rüstungsbranche. Doch der Aktienkurs spiegelt diese Erfolge bisher nicht wider – die Notierung liegt auf dem niedrigsten Stand seit Monaten. Der anstehende Quartalsbericht am 6. November wird weitere Klarheit über die finanzielle Perspektive des Konzerns bringen.






