Rhein-Derby eskaliert: Drei Elfmeter und ein VAR-Drama in einer Partie
Isabella ReinhardtRhein-Derby eskaliert: Drei Elfmeter und ein VAR-Drama in einer Partie
Das Rhein-Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln endete mit drei Elfmetern in einer einzigen Partie. Schiedsrichter Deniz Aytekin griff dabei mehrfach auf den Videobeweis zurück – was bei beiden Mannschaften für Frust sorgte. Am Ende stand ein 3:1-Sieg für Mönchengladbach, der jedoch von einer Reihe umstrittenen Entscheidungen überschattet wurde.
Der erste Elfmeter fiel früh, als Aytekin einen Foul im Strafraum zunächst ignorierte. Nach Rücksprache mit dem VAR zeigte er dann doch auf den Punkt – mit der Begründung, es habe direkten Kontakt zum Knie gegeben. Haris Tabaković verschoss den anschließenden Strafstoß für Mönchengladbach, doch Kevin Diks verwandelte den zweiten Elfmeter nach einer weiteren VAR-Überprüfung wegen Handspiels von Kristoffer Lund.
Später gab Aytekin einen dritten Elfmeter gegen Ragnar Ache, den er selbst als "hart" bezeichnete. Trotz seiner Zweifel blieb er bei der Entscheidung, sodass Luca Waldschmidt per Foulelfmeter das einzige Tor für Köln erzielte. Der Unparteiische räumte ein, dass solche Fouls nicht immer geahndet werden.
Nach dem Spiel kochten die Emotionen hoch. Köln-Trainer Lukas Kwasniok kritisierte den Videobeweis scharf und erklärte: "Ich mag den VAR nicht. Ich hasse den VAR." Sportdirektor Thomas Kessler forderte unterdessen klarere Richtlinien, wann Schiedsrichter die Bilder am Monitor prüfen sollten.
Borussia Mönchengladbach sicherte sich zwar einen 3:1-Erfolg, doch das Spiel wird vor allem wegen der umstrittenen Schiedsrichterleistungen in Erinnerung bleiben. Aytekins häufiger Rückgriff auf den VAR führte zu drei Elfmetern – zwei davon bezeichnete er im Nachhinein als "diskutabel". Die Entscheidungen ließen beide Teams an der Einheitlichkeit der Spielführung in diesem brisanten Derby zweifeln.






