29 April 2026, 00:27

Rettungsdienste warnen vor Finanzierungslücke bei Notfalleinsätzen ohne Patiententransport

Ambulanz vor einem Backsteingebäude mit Fenstern, einem Schild, Grünfläche und einem klaren blauen Himmel geparkt

Rettungsdienste warnen vor Finanzierungslücke bei Notfalleinsätzen ohne Patiententransport

Die Finanzierung von Notfalleinsätzen ohne Patiententransport bleibt ein drängendes Problem für Rettungsdienste im ganzen Land. Bei diesen Einsätzen erhalten Patienten Vor-Ort-Behandlung statt einer Einlieferung ins Krankenhaus – ein unverzichtbarer Bestandteil der Notfallversorgung. Doch ohne klare Finanzierungslösung warnen Behörden nun vor einer drohenden Deckungslücke in Höhe von zehntausenden Euro.

Bei Nicht-Transport-Einsätzen behandeln Rettungskräfte Patienten direkt am Einsatzort oder organisieren alternative Versorgungswege, anstatt sie ins Krankenhaus zu bringen. Stadtdirektor Martin Murrack betonte, dass der Zugang zu Notfalldiensten niemals durch finanzielle Erwägungen gefährdet werden dürfe. Bisher gibt es jedoch keine Einigung zwischen Krankenkassen und kommunalen Rettungsdienstträgern über die Kostentragung.

Bemühungen, das Problem auf Bundesebene zu lösen, stocken seit dem Ende der Ampelkoalition. Die zuständige Behörde lehnte eine direkte Belastung der Bürger für diese Leistungen als unrealistisch und ungerecht ab. Stattdessen setzt sie auf eine langfristige, einheitliche Lösung unter Führung des Landes in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen.

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Die sicherste Option wäre laut Verantwortlichen eine Änderung des Bundesrechts. Damit würden notfallmedizinische Leistungen offiziell in das Sozialgesetzbuch aufgenommen und eine stabile Finanzierung gewährleistet. Bis dahin könnte die finanzielle Belastung der Rettungsdienste weiter steigen – mit potenziellen Risiken für die patientenorientierte Notfallversorgung.

Ohne Finanzierungsvereinbarung droht den Rettungsdiensten ein Haushaltsdefizit, das die Grundversorgung gefährden könnte. Die Behörde drängt weiterhin auf eine landesweite Lösung und arbeitet mit den Krankenkassen zusammen, um die finanzielle Stabilität zu sichern. Die Entscheidung wird darüber entscheiden, ob Nicht-Transport-Einsätze auch künftig ein verlässlicher Bestandteil des Gesundheitssystems bleiben.

Quelle