Rassistischer Angriff auf Zugbegleiter in Gelsenkirchen-Rotthausen eskaliert gewaltsam
Bernhard WeinholdRassistischer Angriff auf Zugbegleiter in Gelsenkirchen-Rotthausen eskaliert gewaltsam
Am Donnerstagnachmittag wurde ein Zugbegleiter auf der S2-Linie am Bahnhof Gelsenkirchen-Rotthausen angegriffen. Der Vorfall ereignete sich während einer routinemäßigen Ticketkontrolle und hinterließ den Mitarbeiter mit mehreren Verletzungen. Die Polizei hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.
Der Angriff geschah kurz nach 14:00 Uhr am 19. Juni. Ein 42-jähriger Nigerianer aus Gelsenkirchen war mit einem gültigen Deutschlandticket unterwegs, verfügte jedoch nicht über den erforderlichen Fahrradzusatz. Als der 31-jährige Zugbegleiter ihn darauf hinwies, wurde der Fahrgast aggressiv.
Der Mann beleidigte den Mitarbeiter rassistisch, riss ihm das Ticket aus der Hand und nahm eine drohende Haltung ein. Anschließend schlug er dem Zugbegleiter ins Gesicht. Während des Handgemenges biss er ihn zudem in den Arm und den Rücken.
Die Leitstelle der Deutschen Bahn alarmierte gegen 14:15 Uhr die Bundespolizei. Die Beamten trafen ein, als sich beide Männer noch im Zug befanden. Sie sicherten Videoaufnahmen aus dem Wagen als Beweismaterial und brachten den verletzten Zugbegleiter zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus.
Der Mitarbeiter wurde wegen seiner Verletzungen behandelt. Gegen den 42-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.
