04 April 2026, 20:10

Prozess um gewaltsamen Tod eines Obdachlosen in Neuss beginnt mit düsteren Fragen

Eine historische Illustration, die eine Gerichtsszene mit Porträts, Vorhängen und Text auf einem Papier zeigt.

Tod eines Obdachlosen - Angeklagter bestreitet Vorwürfe - Prozess um gewaltsamen Tod eines Obdachlosen in Neuss beginnt mit düsteren Fragen

In Neuss muss sich ein 46-jähriger Mann wegen des gewaltsamen Todes eines 56-jährigen Obdachlosen vor Gericht verantworten. Der Angeklagte, ein ukrainischer Staatsbürger mit griechischem Pass, bestreitet jede Beteiligung an der Tat. Der Fall nahm eine düstere Wendung, nachdem der mutmaßliche Mittäter, ein 39-Jähriger, noch vor Prozessbeginn durch Suizid starb.

Das Verbrechen ereignete sich Ende 2023 in der Nähe des Rheinufers. Das Opfer wurde Stunden nach einer gemeldeten Auseinandersetzung tot in seinem Zelt aufgefunden. Laut Aussage des Angeklagten war der Obdachlose in jener Nacht mehrmals gestürzt, bevor er starb.

Die Anklage stützt sich auf einen Streit um den Standort des Zeltes. Den Ermittlungen zufolge griff der 39-jährige Mittäter den Obdachlosen zunächst an, woraufhin sich der Angeklagte an der brutalen Attacke beteiligte. Beide Männer sollen das Opfer geschlagen und anschließend zurück in sein Zelt gebracht haben. Der Angeklagte hingegen behauptet, er habe dem Verletzten nach einer Schlägerei lediglich geholfen und sei an der Gewalt nicht beteiligt gewesen.

Der Prozess begann kürzlich und wird voraussichtlich bis Mitte Dezember dauern; fünf weitere Verhandlungstermine sind angesetzt. Der Tod des Mitangeklagten in Untersuchungshaft hat die Verhandlung zusätzlich verkompliziert.

Nun muss das Gericht die widersprüchlichen Schilderungen jener Nacht gegeneinander abwägen. Während der Angeklagte seine Unschuld beteuert, wirft ihm die Staatsanwaltschaft eine direkte Rolle bei dem tödlichen Angriff vor. Ein Urteil wird nach den abschließenden Verhandlungen im Dezember erwartet.

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