Bergisch Gladbach drohen Engpässe bei OGS-Plätzen fürs neue Schuljahr
Isabella ReinhardtBergisch Gladbach drohen Engpässe bei OGS-Plätzen fürs neue Schuljahr
Bergisch Gladbach steht vor Engpässen bei der Offenen Ganztagsschule (OGS) für das kommende Schuljahr. Obwohl die Stadt eine Abdeckung von 81 Prozent anstrebt, liegt die aktuelle Quote bei etwa 77 Prozent. Da die Nachfrage voraussichtlich das Angebot übersteigen wird, könnten viele Familien Schwierigkeiten haben, einen Platz für ihre Kinder zu bekommen.
Ab 2026 garantiert ein neues Gesetz Erstklässlern einen gesetzlichen Anspruch auf OGS-Betreuung. Unklar bleibt jedoch, wie viele Plätze tatsächlich zur Verfügung stehen und nach welchen Kriterien sie vergeben werden. Die Stadt hat noch keine genauen Zahlen zur OGS-Verfügbarkeit für das Schuljahr 2026/27 veröffentlicht. Zwar gibt es stadtweit genug Plätze für Erstklässler mit Anspruch, doch an drei Schulen – der GGS Heidkamp, der GGS Moitzfeld und der KGS Frankenforst – fehlen derzeit noch 23, 10 bzw. 7 Plätze. Dennoch hat die Stadt nicht bestätigt, wie viele Grundschulen noch freie Kapazitäten haben.
Die Anmeldung für die Grundschulen ist bereits abgeschlossen, doch die Vergabekriterien für OGS-Plätze stehen noch nicht fest. Die offiziellen Zusagebescheide, einschließlich der Nachmittagsbetreuung, werden erst Ende März verschickt. Priorität haben dabei die Erstklässler, was ältere Schüler möglicherweise ohne Betreuungsmöglichkeit zurücklassen könnte.
Der Hauptgrund für die begrenzte OGS-Ausweitung sind räumliche Engpässe. Im vergangenen Schuljahr hatten zwei Familien geklagt, nachdem ihren Kindern die Aufnahme an der Wunschschule verweigert worden war. Eine der Klagen war erfolgreich – ein Zeichen für die Herausforderungen bei der gerechten Verteilung der knappen Plätze über die Stadtbezirke hinweg.
Ob die Stadt den Bedarf an Nachmittagsbetreuung decken kann, bleibt ungewiss. Mit der gesetzlichen Garantie für Erstklässler ab 2026 könnten ältere Schüler noch größere Schwierigkeiten haben, einen Platz zu bekommen. Die endgültigen Zusagebescheide erhalten die Familien erst Ende März, während die Stadt weiterhin an Lösungen für die Raumknappheit und die Vergaberegeln arbeitet.






