Overath sagt Weihnachtsmarkt ab: Sicherheitskosten überfordern Organisatoren
Ante TextorOverath sagt Weihnachtsmarkt ab: Sicherheitskosten überfordern Organisatoren
Weihnachtsmarkt in Overath abgesagt: Sicherheitskosten zu hoch
Der traditionelle Weihnachtsmarkt in Overath (Nordrhein-Westfalen) fällt in diesem Jahr aus. Die Veranstalter begründen die Absage mit stark gestiegenen Sicherheitskosten, die sie nicht mehr tragen können. Verhandlungen mit der Stadtverwaltung über finanzielle Unterstützung zogen sich über ein Jahr hin – ohne Ergebnis.
Der Marketingverein OVplus, der den Markt organisiert, hatte wiederholt um Hilfe gebeten. Gefordert wurden Zuschüsse für Absperrungen und Sicherheitskräfte, doch die Stadt lehnte den Antrag ab. Bereits im Frühjahr hatte die Gruppe 7.000 Euro für Sicherheitsmaßnahmen bei einem Frühlingsfest aufbringen müssen – für den Weihnachtsmarkt blieb kein Budget mehr übrig.
Ohne zusätzliche Förderung drohen nun auch andere lokale Feste wie das Stadtfest gestrichen zu werden. Das Hauptproblem sind die verpflichtenden Anti-Terror-Maßnahmen, die bei öffentlichen Veranstaltungen inzwischen Standard sind. Trotz langer Gespräche konnte keine Einigung rechtzeitig erreicht werden, um den Weihnachtsmarkt 2024 zu retten.
Die Veranstalter hoffen noch auf eine letzte Einigung mit der Stadtspitze. Doch da die Vorbereitungen bereits gestoppt wurden, wird die Zeit knapp, die Entscheidung rückgängig zu machen.
Zum ersten Mal seit Jahren muss Overath damit auf seinen Weihnachtsmarkt verzichten. Ob künftige Feste stattfinden können, hängt davon ab, ob Stadt und Organisatoren ihren Streit um die Finanzierung beilegen. Bleibt eine Lösung aus, könnten weitere Veranstaltungen in Gefahr sein.






