NRW und Bahn starten Großoffensive gegen Zugchaos und Verspätungen
Ferdinand WeimerNRW und Bahn starten Großoffensive gegen Zugchaos und Verspätungen
Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Deutsche Bahn haben ein neues Kooperationsabkommen unterzeichnet, um die anhaltenden Probleme im Schienenverkehr zu lösen. Der Schritt erfolgt nach einem Jahr mit schweren Beeinträchtigungen: Jeder vierte Zug hatte Verspätung, jeder sechste fiel in der Region komplett aus.
Im vergangenen Jahr häufen sich die Probleme im NRW-Schienennetz. Fahrermangel, marode Infrastruktur und überlastete Strecken ließen viele Pendler und Reisende stranden. Das Bahnsystem des Landes befindet sich mittlerweile in schlechterem Zustand als in den meisten anderen deutschen Regionen.
Um die Situation zu verbessern, wollen beide Seiten nun einige der meistgenutzten Strecken modernisieren. Ab Februar beginnen die Arbeiten an der Strecke Köln–Wuppertal–Hagen. Weitere Projekte sind in den kommenden Jahren für die Verbindungen Hagen–Unna–Hamm, Köln–Bonn–Koblenz sowie Aachen–Köln geplant.
Das Abkommen umfasst auch langfristige Ziele: So ist der Bau eines modernen Bahnhofs vorgesehen, ebenso wie eine direkte Zugverbindung von Köln nach London. Die Zusammenarbeit soll die Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs in NRW wiederherstellen. Umfassende Sanierungen und neue Infrastruktur sollen Verspätungen und Ausfälle reduzieren. Die ersten großen Baumaßnahmen starten bereits in wenigen Wochen.
