30 April 2026, 22:12

NRW sichert 10 Milliarden Euro – doch die Kritik an der Bildungsförderung wächst

Kinder sitzen an Tischen in einem Klassenzimmer mit Büchern und Stiften auf den Tischen, Papiere an der Wand dahinter.

NRW sichert 10 Milliarden Euro – doch die Kritik an der Bildungsförderung wächst

Nordrhein-Westfalen hat aus dem Bundesinfrastrukturfonds 10 Milliarden Euro für seine Städte und Gemeinden gesichert. Die Hälfte dieser Summe soll in Bildungsprojekte fließen. Doch die Ankündigung hat bereits Kritik ausgelöst, ob die Mittel den Bedarf der Region tatsächlich decken.

Der familienpolitische Sprecher der SPD, Dennis Maelzer, bezeichnete die Zuweisungen als unzureichend und argumentiert, dass die frühe Kindheitsbildung in NRW weiterhin massiv unterfinanziert sei. Die Mittel wurden von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und der stellvertretenden Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) bekannt gegeben. Sie bestätigten, dass 5 der 10 Milliarden Euro in landesweite Bildungsinitiativen fließen sollen.

Maelzer äußert sich seit Langem kritisch und betont, dass sich die Fördersätze für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern seit fünf Jahren nicht erhöht hätten. Er fordert eine sofortige Anpassung dieser Sätze, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Zudem schlägt er vor, Landeszuschüsse, die derzeit für die Verlängerung der Kita-Öffnungszeiten verwendet werden, stattdessen in Ausbildungsprogramme umzulenken.

Seine Bedenken erstrecken sich auch auf die Kibiz-Reform, vor der er warnt, sie könnte ein "Zwei-Klassen-System" in der Betreuungsqualität schaffen. Maelzer verwies darauf, dass das frühere Programm "Gute Schule 2020" unter Hannelore Kraft (SPD) allein für Schulsanierungen jährlich 500 Millionen Euro bereitstellte – eine Summe, die seiner Meinung nach die neuen Mittel in Relation setze.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, plädiert Maelzer für eine große Nachwuchs-Kampagne. Seine Argumente wurden in einer Pressekonferenz erläutert und im Gespräch mit dem WDR-5-Format Westblick vertieft.

Aktuelle Entwicklungen zur Förderung und ihren Auswirkungen finden sich im WDR-NRW-Politiknewsletter.

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Der 10-Milliarden-Fonds soll Infrastruktur und Bildung in NRW stärken, doch Kritiker halten ihn für unzureichend, um langjährige Probleme zu lösen. Maelzers Vorschläge zielen darauf ab, die Ausbildungsförderung zu erhöhen und bestehende Subventionen umzuwidmen, um die frühe Kindheitsbildung zu verbessern.

Die Debatte dauert an, während Politiker und Bildungsvertreter bewerten, ob die bereitgestellten Mittel ausreichen, um die Bedürfnisse des Landes zu decken.

Quelle