NRW-Landtagspräsident Kuper besucht Israel: Yad-Vashem-Dependance in Deutschland geplant
Bernhard WeinholdKuper trifft Israels Präsidenten und befreite Geiseln - NRW-Landtagspräsident Kuper besucht Israel: Yad-Vashem-Dependance in Deutschland geplant
André Kuper, Präsident des Landtags von Nordrhein-Westfalen, hat in Jerusalem den israelischen Präsidenten Isaac Herzog getroffen. Bei dem Besuch wurden die historischen Verbindungen zwischen beiden Regionen erörtert sowie Pläne für eine mögliche Dependance der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Deutschland besprochen. Kuper überreichte Herzog zudem zwei Kunstwerke als Symbol der Freundschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel.
Im Rahmen der Reise führte Kuper eine sechsköpfige Delegation nach Yad Vashem, Israels zentrale Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust. Dort brachte er offiziell den Wunsch nach einer regionalen Außenstelle der Einrichtung in Nordrhein-Westfalen zum Ausdruck. Auch Bayern und Sachsen wurden als mögliche Standorte für ein solches Zentrum genannt.
Auf dem Programm der Delegation stand zudem eine stille Gedenkveranstaltung am Gelände des Nova-Musikfestivals. Mit dieser Ehrung wurde der Opfer des dort verübten Terroranschlags gedacht. Am Sonntag werden Kuper und sein Team zudem den Kibbutz Be'eri besuchen, um sich mit Überlebenden und Angehörigen der Betroffenen des Angriffs vom 7. Oktober 2023 auszutauschen.
Kuper betonte die feste Verpflichtung Nordrhein-Westfalens zu den deutsch-israelischen Beziehungen. Der Landtag und die Landesregierung stünden weiterhin kompromisslos an der Seite Israels, so der Politiker. Als Zeichen der Verbundenheit übergab er Herzog zwei Drucke des bekannten Objektkünstlers Günter Uecker.
Der Besuch unterstreicht die fortwährende Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel. Eine mögliche Yad-Vashem-Dependance in Deutschland wäre ein bedeutender Schritt zur Bewahrung des Gedenkens an den Holocaust. Die Begegnungen der Delegation mit Überlebenden und die Teilnahme an Gedenkveranstaltungen verdeutlichen zudem das gemeinsame Engagement für Erinnerung und Solidarität.






