04 April 2026, 16:11

NRW kämpft mit neuem Förderprogramm gegen Fachkräftemangel in Kitas

Offenes Buch mit einem 1931 deutschen Tagebuch mit handgeschriebenen Zahlen und Text sowie einem Kalender darauf.

NRW kämpft mit neuem Förderprogramm gegen Fachkräftemangel in Kitas

Nordrhein-Westfalen startet neues Förderprogramm gegen Fachkräftemangel in Kitas

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen, um dem Personalmangel in Kindertageseinrichtungen entgegenzuwirken. Die Initiative richtet sich an Quereinsteiger und bietet eine berufsbegleitende, teilzeitliche Ausbildung in frühkindlicher Bildung. Bewerbungen laufen bereits in der AWO-Kita Sonnenblume in Alfter ein – einer der teilnehmenden Einrichtungen in der Region.

Das landesgeförderte Pilotprojekt übernimmt die vollständigen Kosten für die Qualifizierung der Teilnehmer. Ziel ist es, Fachkräfte mit unterschiedlichen Werdegängen anzusprechen – nicht nur Personen mit akademischer Vorbildung. Heidi Borda, eine ehemalige Biologieprofessorin aus Peru, absolvierte kürzlich einen Probearbeitstag in der AWO-Kita Sonnenblume, nachdem sie die Stellenausschreibung für Quereinsteiger entdeckt hatte.

Sandra Lütz, die Leiterin der Kita, ist überzeugt, dass Bordas akademischer Hintergrund sie zu einer Bereicherung für das Team macht. Ihr biologisches Fachwissen könnte zudem neue Impulse für den pädagogischen Ansatz liefern und Kindern die Naturwissenschaften auf spielerische Weise näherbringen. Die Flexibilität des Programms ermöglicht es Kandidaten wie Borda, sich weiterzubilden, während sie gleichzeitig praktische Erfahrungen in der Kita sammeln.

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Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie, um die anhaltenden Personalengpässe in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis zu beheben. Durch finanzielle Unterstützung und praxisnahe Ausbildung will das Land mehr Berufstätige für den Wechsel in die frühkindliche Bildung gewinnen.

Die erste Bewerbungsrunde ist bereits bei den beteiligten Kitas eingegangen. Erfolgreiche Bewerber beginnen ihre Ausbildung direkt im Arbeitsalltag – die Qualifizierungskosten trägt vollständig das Land. Sollte sich das Programm bewähren, könnte es ausgeweitet werden und weiteren Kitas dringend benötigtes Personal zur Verfügung stellen.

Quelle