Norbert Himmler bleibt trotz Skandale unangefochtener ZDF-Chef für weitere fünf Jahre
Ante TextorNorbert Himmler bleibt trotz Skandale unangefochtener ZDF-Chef für weitere fünf Jahre
Norbert Himmler ist am Freitag vom Rundfunkrat erneut zum ZDF-Intendanten gewählt worden. Seine Karriere beim Sender umfasst mehr als 25 Jahre, beginnend mit einem Volontariat im Jahr 1998. Trotz jüngster Kontroversen – darunter Kritik an den Inhalten des ZDF und einem KI-Skandal – bleibt seine Führung unangefochten.
Geboren 1971 in Mainz, studierte Himmler dort Politikwissenschaft und Germanistik – in derselben Stadt, in der auch der ZDF-Hauptsitz liegt. Seine Laufbahn beim Sender begann als studentische Hilfskraft, bevor er 1998 das Volontariat antrat. Im Laufe der Jahre stieg er auf: zunächst als Assistent des Chefredakteurs, später als Leiter der Programmplanung, bevor er die Fiction-Abteilung und den Spartensender ZDFneo verantwortete.
2014 entschied er als Programmdirektor, die langjährige Primetime-Unterhaltungsshow Wetten, dass..? abzusetzen – eine umstrittene Maßnahme. Doch 2021 holte er das Format zurück, was sich als großer Erfolg erwies: Die Neuauflage 2021 erreichte einen Marktanteil von 45 Prozent, das Finale 2023 verfolgten 12,13 Millionen Zuschauer – ein Anteil von 45,3 Prozent, der die ursprüngliche Popularität der Show sogar noch übertraf.
Seit 2022 amtiert Himmler als Intendant mit einem Jahresgehalt von 372.000 Euro. Seine Wiederwahl stieß auf keinen nennenswerten Widerstand, obwohl die Debatte über die sinkende Relevanz des ZDF anhält. Selbst ein jüngster Skandal um KI-generierte Bilder in der heute-Sendung konnte seine Bestätigung nicht gefährden.
Seine zweite Amtszeit beginnt mit starken Quoten für wiederbelebte Formate wie Wetten, dass..?, doch bleiben Fragen zur Zukunft des ZDF bestehen. Das Programm des Senders ist weitgehend unverändert, nur gelegentlich werden ältere Formate eingestellt. Nun liegt es an Himmler, die Ausrichtung des ZDF in einer sich wandelnden Medienlandschaft zu prägen.