Mike Tullbergs kurzes, aber prägendes Interim bei Borussia Dortmund
Ferdinand WeimerMike Tullbergs kurzes, aber prägendes Interim bei Borussia Dortmund
Mike Tullberg hinterließ Anfang dieses Jahres als Interimstrainer von Borussia Dortmund einen kurzen, aber unvergesslichen Eindruck. In einer schwierigen Phase übernahm er das Ruder, holte zwei Siege und ein Unentschieden, bevor er im September zu FC Midtjylland wechselte. Seine Zeit in Dortmund war geprägt von starker Unterstützung der Spieler – und von Kontroversen um seine Jubelszenen.
Tullberg sprang als Übergangscoach ein, als Borussia Dortmund in der Bundesliga in Turbulenzen geriet. Er löste Nuri Şahin interimistisch ab und gewann schnell die Achtung der Mannschaft. Emre Can hielt sogar eine emotionale Rede, in der er ihn vor dem Team nachdrücklich unterstützte.
Während seiner kurzen Amtszeit erreichte Tullberg ein Remis und zwei Siege. Seine leidenschaftlichen Jubelausbrüche nach einem Erfolg zogen jedoch Kritik des Experten Didi Hamann auf sich. Dennoch ließ er sich nicht beirren, als der Verein statt seiner Niko Kovač als festen Cheftrainer verpflichtete.
Vor seiner Interimsrolle hatte Tullberg bereits in verschiedenen Trainingsbereichen bei Dortmund gearbeitet. Nach seinem Abschied im September wechselte er zu FC Midtjylland, wo er seitdem erfolgreich ist.
Unter Kovač zeigt Dortmund deutliche Fortschritte. Mit 23 Punkten mehr als in der Vorsaison nach 27 Spieltagen liegt die Mannschaft auf Platz zwei der Bundesliga. Vor dem Duell mit dem VfB Stuttgart am 2. April betonte Kovač diese positive Entwicklung.
Tullbergs Zeit in Dortmund war kurz, aber ereignisreich. Er verließ den Verein ohne Bitterkeit und ist seitdem bei Midtjylland aufgeblüht. Gleichzeitig markiert Dortmunds starke Saison unter Kovač einen klaren Bruch mit der Übergangsphase.






