Massive Proteste gegen geplante Schnellbahnstrecke Hannover–Bielefeld
Ferdinand WeimerMassive Proteste gegen geplante Schnellbahnstrecke Hannover–Bielefeld
Petition gegen geplante Schnellbahnstrecke zwischen Hannover und Bielefeld sammelt breite Unterstützung
Eine Petition gegen den geplanten Ausbau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld hat beträchtlichen Zuspruch erhalten. Über 38.000 Menschen haben das Dokument unterzeichnet und fordern eine Überarbeitung des deutschen Fahrplans im Schienenverkehr. Die Initiative zielt darauf ab, den Bau neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken zu stoppen und stattdessen alternative Lösungen voranzutreiben.
Die unter dem Titel „Deutschlands Fahrplan überdenken“ gestartete Petition wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband sowie lokalen Frauenvereinen in Ostwestfalen ins Leben gerufen. Sie sammelte 31.000 Unterschriften in Papierform und weitere 6.600 online – mit bundesweiter Beteiligung.
Die Initiatoren setzen sich für den Ausbau des bestehenden Schienennetzes ein, statt neue Hochgeschwindigkeitsstrecken zu bauen. Dies sei klimafreundlicher und kostengünstiger, argumentieren sie. Die geplante Strecke Hannover–Bielefeld soll die Reisezeit von derzeit 48 auf 31 Minuten verkürzen, indem zusätzliche Gleise für Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h angelegt werden.
Für die Trassenführung wurden zwölf mögliche Korridore vorgeschlagen. Der Petitionsausschuss in Berlin wird die Eingabe nach mehreren Monaten prüfen.
Die Petition spiegelt die weitverbreitete Skepsis gegenüber großen Bahnprojekten in Deutschland wider. Sollte sie angenommen werden, könnte dies zu einer Neubewertung der Hochgeschwindigkeitsstrecke und einer stärkeren Fokussierung auf die Modernisierung der bestehenden Infrastruktur führen. Die Entscheidung des Ausschusses wird über das weitere Vorgehen entscheiden.
