24 June 2026, 14:07

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Anklagen gegen Aktivist:innen erhoben

Festgehalten am Flughafen - Aktivisten angeklagt

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Anklagen gegen Aktivist:innen erhoben

Gegen Klimaschutzaktivist:innen wurden im Zusammenhang mit zwei getrennten Protestaktionen am Flughafen Köln/Bonn Anklage erhoben. Die Vorfälle im Juli und August hatten erhebliche Störungen des Flugbetriebs zur Folge. Die Behörden haben gegen sechs Personen Anzeige wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs erstattet.

Am 24. Juli 2024 sollen sich fünf Aktivist:innen laut Vorwurf auf eine Startbahn geklebt und damit den Flugverkehr für drei Stunden lahmgelegt haben. Jede:r von ihnen muss nun mit Kosten in Höhe von etwa 4.100 Euro für ihre Beteiligung rechnen. Die Flughafenbetreiber schätzen die vorläufigen Schäden aus diesem Vorfall auf rund 125.000 Euro.

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Am 15. August blockierten zwei Protestierende eine Zufahrtsstraße zu einer Startbahn, wodurch der Flugbetrieb für etwa eine Stunde unterbrochen wurde. Den beiden Personen drohen nun Kosten von jeweils knapp 3.250 Euro. Zudem kündigte Eurowings an, Schadensersatzforderungen geltend zu machen, und beziffert seine vorläufigen Verluste auf fast 284.000 Euro.

Die Anklagen wurden beim Amtsgericht Köln für beide Protestaktionen eingereicht. Über die Einleitung eines förmlichen Verfahrens wurde noch nicht entschieden, ein Prozesstermin steht ebenfalls noch aus. Der Flughafen behält sich vor, weitere Schadensersatzansprüche zu verfolgen.

Quelle