14 March 2026, 18:12

Jens Meifert übernimmt Führung der Kölnischen Rundschau in Zeiten des Umbruchs

Eine Zeitung mit darauf gedrucktem Text.

Jens Meifert übernimmt Führung der Kölnischen Rundschau in Zeiten des Umbruchs

Die Kölnische Rundschau hat Jens Meifert ausgewählt, um die Zeitung in ihre nächste Phase zu führen – eine Zeit des Umbruchs, in der sich das traditionsreiche Blatt an eine neue Struktur anpasst. Der langjährige Journalist, der tief in der Redaktion verwurzelt ist, übernimmt die Leitung nach Jahren, in denen er den Lokalteil entscheidend geprägt hat. Seine Berufung erfolgt in einer Phase des Wandels für das historische Medium.

Meifert stieg 1998 bei der Kölnische Rundschau ein, nachdem er Politologie studiert hatte. Seit 2021 leitet er das Kölner Stadtressort und prägt maßgeblich die regionale Berichterstattung der Zeitung. Im Mai 2025 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur befördert – ein Schritt, der den Weg für seine heutige Position ebnete.

Die Auflage der Kölnische Rundschau ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich gesunken: von etwa 250.000 auf rund 180.000 Leser im Jahr 2026. Dieser Rückgang spiegelt allgemeine Trends in der digitalen Medienlandschaft und den wachsenden Wettbewerb wider. Dennoch bleibt die Zeitung die führende Publikation im Raum Köln und Bergisch Gladbach. Im Vergleich zu anderen Regionalzeitungen in Nordrhein-Westfalen liegt sie im Mittelfeld – hinter Titeln wie der Rheinischen Post (400.000 Leser) oder der Westdeutschen Zeitung (200.000).

Im Rahmen der Neuaufstellung wird die Kölnische Rundschau künftig eine gemeinsame Redaktion mit der Mediengruppe Kölner Stadt-Anzeiger nutzen, zu der mehrere Regionalzeitungen, Radiosender und Anzeigenblätter gehören. Trotz dieser Zusammenarbeit behält die Kölnische Rundschau ihre eigene redaktionelle Identität. Ziel ist es, die regionale Berichterstattung zu vertiefen und gleichzeitig Synergien innerhalb der Gruppe zu nutzen.

Gerald Selch, Chefredakteur der Kölner Stadt-Anzeiger Medien, begrüßte Meiferts Führung und hob dessen preisgekrönte Arbeit sowie die Fähigkeit hervor, Tradition und Innovation in Einklang zu bringen.

Meiferts Aufgabe wird es sein, die eigenständige Stimme der Kölnische Rundschau innerhalb des größeren Medienverbunds zu bewahren. Die Zukunft des Blattes hängt davon ab, den regionalen Fokus zu stärken und sich gleichzeitig an das Modell einer vernetzten Redaktion anzupassen. Seine langjährige Erfahrung und enge Verbindung zur Zeitung machen ihn zum idealen Kandidaten für diesen Wandel.

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