Janinhoff revolutioniert Ziegelproduktion mit grünem Wasserstoff bis 2042
Bernhard WeinholdJaninhoff revolutioniert Ziegelproduktion mit grünem Wasserstoff bis 2042
Janinhoff GmbH & Co. KG unterzeichnet bahnbrechendes Klimaschutzabkommen mit der Bundesregierung
Der Münsterländer Ziegelhersteller Janinhoff hat sich verpflichtet, seine Emissionen bis 2030 um mindestens 60 Prozent und bis 2042 um 90 Prozent zu senken. Als erstes Unternehmen der Branche in Deutschland stellt das Familienunternehmen seine Produktion komplett von Erdgas auf grünen Wasserstoff um.
Das seit über einem Jahrhundert geführte Unternehmen, das Ziegel und Klinker produziert, modernisiert seine Anlage, ohne den Betrieb einzustellen. Derzeit laufen der Ausbau eines Brennofens, Effizienzsteigerungen sowie Vorbereitungen für den Anschluss an eine Wasserstoff-Pipeline. Dr. Caroline Foyer-Clitheroe, Geschäftsführerin der Klinkersparte bei Janinhoff, betonte das Engagement des Unternehmens für diese Transformation.
Am 6. November 2025 besuchten Staatssekretärin Silke Krebs und die Geschäftsführerin von NRW.Energy4Climate, Dr. Katharina Schubert, den Standort. Nordrhein-Westfalen und NRW.Energy4Climate unterstützen das Projekt als zentrale Partner. Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in Hochtemperaturprozessen wie dem Brennen und Schmelzen gilt als entscheidend für die Erreichung der Klimaneutralität.
Die deutsche Ziegelindustrie verursacht derzeit jährlich rund 1,74 Millionen Tonnen CO₂, vor allem durch den Einsatz von Erdgas. Janinhoffs Umstellung soll für die gesamte Branche Maßstäbe setzen.
Die Vereinbarung markiert einen wichtigen Schritt zur Reduzierung industrieller Emissionen. Der Wechsel zu grünem Wasserstoff könnte für andere Hersteller als Vorbild dienen. Der Erfolg des Projekts hängt jedoch von der fortlaufenden Unterstützung durch regionale und nationale Partner ab.






