16 March 2026, 02:10

"Hitler von Köln" bricht Schweigen: Ex-Neonazi spricht an Schule über seine Vergangenheit

Ein schwarzer Hintergrund mit fetter weißer Schrift, die 'Es gibt in Amerika keinen Platz für Hass' lautet - ein Zitat von Präsident Joe Biden.

"Hitler von Köln" bricht Schweigen: Ex-Neonazi spricht an Schule über seine Vergangenheit

Axel Reitz, einst als "Hitler von Köln" bekannt und eine prägende Figur der deutschen Rechtsextremisten-Szene, hat einen seltenen öffentlichen Auftritt gewagt. Bei einem Besuch an einer Schule in Memmingen sprach er vor Schülern – gekleidet in eine burgunderfarbene Jacke und einen Pullover, ein deutlicher Kontrast zu seinem früheren Image als gefürchteter Neonazi.

Reitz trat an der Fachober- und Berufsoberschule (FOS/BOS) in Memmingen auf, wo er sich den Fragen der Jugendlichen direkt stellte. Hinter ihm war auf einer Großprojektion ein blasser Mann mit gegeltem blondem Haar in einem schwarzen Ledermantel zu sehen – beschriftet mit den Worten "Ich war der Hitler von Köln".

Sein Besuch bricht Jahre des Schweigens und markiert den Versuch, sich nun als Aufklärer gegen Hass zu inszenieren. Der ehemalige Extremist, einst Symbol für rechtsextreme Aggression, behauptet, seine Haltung grundlegend geändert zu haben.

Der Auftritt an der Memminger Schule deutet auf einen gezielten Versuch Reitz' hin, sein öffentliches Bild neu zu gestalten. Indem er sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt und offen spricht, will er sich als Gegner genau jener Ideologie präsentieren, die er einst vertrat. Wie die Schüler und die breite Öffentlichkeit darauf reagieren, bleibt abzuwarten.

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