Hellweg stellt Insolvenzantrag nach jahrelangen Verlusten und Branchenkrise
Ferdinand WeimerHellweg stellt Insolvenzantrag nach jahrelangen Verlusten und Branchenkrise
Die Baumarktkette Hellweg mit Sitz in Dortmund hat Eigenverwaltung beantragt. Der Schritt erfolgt nach monatelangen finanziellen Schwierigkeiten und rückläufigen Umsätzen. Da Kreditversicherer den Schutz entzogen, sah sich das Unternehmen zum Handeln gezwungen.
Das Unternehmen verzeichnete seit dem Ende der Pandemie-Beschränkungen sinkende Erträge. 2023 verbuchte Hellweg bei einem Umsatz von 672 Millionen Euro einen Verlust von 104 Millionen Euro. Steigende Baukosten, hohe Energiepreise und Inflation verschärften die Lage zusätzlich.
Der Insolvenzantrag wurde beim Amtsgericht Essen eingereicht. Inzwischen haben Sanierungsexperten die Geschäftsführung übernommen. Rund 2.900 Mitarbeiter in ganz Deutschland erhalten für drei Monate Insolvenzgeld.
Auch die gesamte deutsche Baumarktbranche kämpft mit Absatzproblemen. Die Umsätze sanken von 20,92 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 20,58 Milliarden Euro im Folgejahr.
Hellwegs Insolvenzantrag ist das Ergebnis einer anhaltenden finanziellen Schwächephase und branchenweiten Herausforderungen. Während der Umstrukturierung erhalten die Beschäftigten vorübergehend Unterstützung. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Belastungen im deutschen Heimwerkersektor.
