Handgreiflichkeiten nach Kofferdiebstahl am Bielefelder Hauptbahnhof
Isabella ReinhardtHandgreiflichkeiten nach Kofferdiebstahl am Bielefelder Hauptbahnhof
Diebstahl am Bielefelder Hauptbahnhof führt zu Handgreiflichkeiten
Am Dienstagmorgen kam es am Bielefelder Hauptbahnhof nach einem Diebstahl zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Ein 23-jähriger Deutscher hatte einem Reisenden einen Koffer gestohlen, woraufhin es zwischen dem Opfer, einem Zeugen und dem Täter zu einem Streit kam. Die Bundespolizei griff schnell ein und schlichtete die Situation.
Der Vorfall begann, als der Beschuldigte den Koffer eines 27-jährigen Marokkaners an sich nahm. Als das Opfer den Diebstahl bemerkte, verfolgte es gemeinsam mit einem 25-jährigen marokkanischen Zeugen den Täter und stellte ihn zur Rede. Die hinzugekommene Bundespolizei trennte die Beteiligten und beendete die Auseinandersetzung.
Der gestohlene Koffer wurde später an seinen Besitzer zurückgegeben. Vor seinem Weggang hatte der 23-Jährige jedoch einige Kleidungsstücke aus dem Gepäck entnommen. Die Behörden erhoben gegen ihn Anklage wegen Diebstahls.
Sowohl das Opfer als auch der Zeuge verfügten über keine gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland. Gegen beide wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen illegalen Aufenthalts eingeleitet. Der Zeuge, nach dem in Spanien und Frankreich gefahndet wird, wurde zur weiteren Überprüfung in das Bielefelder Polizeipräsidium gebracht. Das Opfer wurde vorläufig auf freien Fuß gesetzt, muss sich jedoch regelmäßig bei den Behörden melden.
Dem Beschuldigten droht nun ein Verfahren wegen Diebstahls. Der Zeuge bleibt vorerst in Gewahrsam, während weitere Überprüfungen laufen. Das Opfer hat seinen Koffer zurückerhalten, muss sich aber bis zum Abschluss der rechtlichen Schritte an die Meldeauflagen halten.
