Gewaltsame WM-Feiern in NRW: Polizei ermittelt nach Krawallen mit 70 Beteiligten
Bernhard WeinholdGewaltsame WM-Feiern in NRW: Polizei ermittelt nach Krawallen mit 70 Beteiligten
Bei den Feiern zur Fußball-WM 2026 ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen, an denen eine Gruppe von etwa 70 Personen beteiligt gewesen sein soll, die bereit war, Gewalt anzuwenden. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen ermittelt nun wegen der Krawalle, bei denen Beamte mit Glasflaschen und einem Fahrrad angegriffen wurden.
Der Zwischenfall begann, als die Beamten Pfefferspray einsetzten, um die aggressive Menschenmenge am Jahnplatz zurückzudrängen. Daraufhin warf die Gruppe Gegenstände auf die Polizisten. Ein 26-jähriger türkischer Staatsbürger aus Steinhagen soll einen Polizeihund provoziert haben und wurde von diesem gebissen, wobei er leichte Verletzungen erlitt. Ihm droht nun eine Anklage wegen Störung der öffentlichen Ordnung.
Die Ermittler werten derzeit Handyvideos aus und befragen Zeugen, um den genauen Hergang zu rekonstruieren. Die Untersuchungen erstrecken sich nicht nur auf den Jahnplatz, sondern auch auf die umliegenden Seitenstraßen. Die Behörden arbeiten daran, die Beteiligten zu identifizieren und die begangenen Straftaten aufzuklären.
Die Polizei betont, dass während der Feierlichkeiten keine Ausnahmen von Regeln oder Gesetzen toleriert werden. Sie ruft alle Bürger auf, die über Informationen, Fotos oder Videos verfügen, diese über das Hinweisportal der Polizei Nordrhein-Westfalen einzureichen.
Die Sonderkommission wertet weiterhin Beweismaterial aus, um Täter konkreten Straftaten zuzuordnen. Die Ermittlungen dauern an, und die Behörden sind entschlossen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Öffentlichkeit wird um Mithilfe bei den Untersuchungen gebeten.
