Fußballturnier in Bergisch Gladbach setzt Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt
Isabella ReinhardtFußballturnier in Bergisch Gladbach setzt Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt
Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 enden in Bergisch Gladbach mit Fußballturnier für Zusammenhalt statt Konkurrenz
In Bergisch Gladbach gingen die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 mit einem Fußballturnier zu Ende, das nicht den Wettbewerb, sondern die Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellte. Unter dem Motto "100 % Menschenwürde. Vereint gegen Rassismus und rechtsextreme Ideologien" versammelte die Veranstaltung lokale Mannschaften, um Solidarität und Fairness zu fördern. Organisiert vom Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt der Stadt, setzte das Turnier bewusst auf Harmonie statt auf Rivalität.
Beim "Kick gegen Rassismus" verzichtete man auf Schiedsrichter – eine bewusste Entscheidung, um die Botschaft von gegenseitigem Respekt und friedlichem Miteinander zu unterstreichen. Neun Teams nahmen teil, darunter zwei von der Abou-Bakr-Moschee/islamischen Gemeinschaft sowie eines von der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG). Zwar ging der IGMG Bergisch Gladbach e.V. als Sieger vom Platz, doch betonten die Veranstalter, dass es nie um den Sieg, sondern um das gemeinsame Zeichen gegen Rassismus ging.
Statt Pokale erhielt jedes Team ein Banner mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus" als Symbol für das geteilte Engagement. Das 2024 gegründete Bündnis kämpft ganzjährig gegen Ausgrenzung – mit Bildungsarbeit, Aufklärungskampagnen und interkulturellen Projekten. Bürgermeister Marcel Kreutz übernahm die Schirmherrschaft und unterstrich damit das Bekenntnis der Stadt zu Vielfalt und Inklusion.
Bundesweit fanden im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus über 3.700 Veranstaltungen statt, wobei Sportvereine eine zentrale Rolle spielten. Besonders groß war die Resonanz am 28. März bei Aktionen unter dem Hashtag #BewegtGegenRassismus – ein Beleg für die Kraft des Sports, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Das Turnier bildete den Abschluss einer Veranstaltungsreihe, die die Anti-Rassismus-Arbeit in Bergisch Gladbach und darüber hinaus festigen sollte. Indem Wettbewerb durch Kooperation ersetzt wurde, setzten die Organisatoren ein Beispiel dafür, wie Sport Brücken bauen kann. Die kontinuierliche Arbeit des Bündnisses sorgt dafür, dass die Botschaft von Gleichberechtigung und Menschenwürde im Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens bleibt.






